"Made in Berlin" : Berliner Orchideen

Das Start-up Nextplant züchtet hochwertige Gartenorchideen, die auch einen frostigen Winter in Deutschland überleben. Das Vermehrungsverfahren wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes an der Humboldt Universität von den Gründerinnen des Unternehmens mitentwickelt.

Kathrin Heuser
Sie haben ein kleines pflanzliches Wunder geschaffen: eine winterfeste Orchidee. Foto: (c) JORONI Film/Michael Kappler
Sie haben ein kleines pflanzliches Wunder geschaffen: eine winterfeste Orchidee.Foto: (c) JORONI Film/Michael Kappler

Das Züchten von Orchideen gilt bei Hobbygärtnern als die Königsdisziplin, denn sie sind überaus empfindlich. Für den Garten sind sie hierzulande also völlig ungeeignet, möchte man meinen. Doch die Biologinnen Christina Lange und  Simone Brendel haben zwei Orchideensorten entwickelt, die sogar einen strammen Berliner Winter aushalten sollen.

Mit Nextplant haben Christina und Simone ein Unternehmen gegründet, das diese winterfesten Freilandorchideen produziert. Im Labor werden die Pflanzen gezüchtet und unter sterilen Bedingungen vermehrt, bevor sie an lokale Gartenbaubetriebe und Staudengärtner geliefert werden. Dann dauert es jedoch noch drei Jahre, bis die Jungpflanze zum ersten Mal blüht.

Nextplant
Chris Guse im Gespräch mit den Nextplant-Gründerinnen Simone Brendel (links) und Christina Lange. Foto: (c) JORONI Film/Michael Kappler Alle Bilder anzeigen
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09.10.2014 17:18Chris Guse im Gespräch mit den Nextplant-Gründerinnen Simone Brendel (links) und Christina Lange.

Diese Zeitspanne ist gleichzeitig die größte Herausforderung für das Unternehmen. Denn es ist nicht leicht, ein Produkt zu verkaufen, das erst nach drei Jahren seine Marktreife erreicht. Das Schwierigste sei momentan „Staudengärtner davon zu überzeugen, die drei Jahre zu investieren und dann tolle Pflanzen zu haben, die sie verkaufen können“, räumt Simone Brendel ein.

Wir gehen dem Versprechen von Nextplant natürlich auf den Grund und unterziehen die Orchidee einem harten Test. Außerdem treffen wir Phillip Tettenborn, den Spin-Off Manager des Gründerhauses der Humboldt Universität, wo auch Simone und Christina ihren Start hatten.

Die Themenseite des rbb-Fernsehens zu "Made in Berlin" finden Sie hier.

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