"Made in Berlin" : Leute verkuppeln

Im Gegenteil heißt die Dating-Plattform, die Jule Müller und Anni Kralisch-Pehlke gegründet haben. Auch sie wollen Partnersuchende vermitteln - auf eine etwas andere Art.

Kathrin Heuser
Jule Müller und Annelie Kralisch-Pehlke sind Berlinerinnen. Ihr Start-up Im Gegenteil ging im November 2013 online. Mittlerweile vermitteln sie Singles in rund einem Dutzend deutscher Städte – und sogar in Amsterdam.
Jule Müller und Annelie Kralisch-Pehlke sind Berlinerinnen. Ihr Start-up Im Gegenteil ging im November 2013 online. Mittlerweile...Foto: (c) JORONI Film/Michael Kappler

Jule Müller und Anni Kralisch-Pehlke wollen Liebe schenken. Mit ihrer Dating-Plattform Im Gegenteil distanzieren sie sich bewusst von kommerziellen Single-Börsen. Jule, bis vor kurzem selbst Single, blickt auf eine lange Reihe negativer Erfahrungen im Online-Dating zurück. Deshalb gründete sie mit Anni eine Plattform, die auf Klasse statt Masse setzt. Jeder Single wird in einem Foto- oder Videoshooting sowie einem von Anni selbst verfassten Blogeintrag sorgfältig in Szene gesetzt.

Dieser Fokus auf Individualität gepaart mit der ansprechenden Optik der Webseite zahlt sich aus: Obwohl die beiden Gründerinnen zum Online-Gang der Seite auf jegliches Marketing verzichteten, wuchs Im Gegenteil seit dem Start im November 2013 rasant. Nach Berlin werden nun auch Singles in immer mehr deutschen Städten wie Hamburg, Leipzig, Mannheim, Stuttgart und Essen vermittelt. Tendenz steigend.

Im Gegenteil
Die Gründerinnen Jule Müller (linke) und Annelie Kralisch-Pehlke im Gespräch mit Chris Guse. Ihr Dating-Start-up Im Gegenteil bietet statt Kurzprofilen ausführliche Portraits und hochwertige Fotos.Alle Bilder anzeigen
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09.10.2014 21:12Die Gründerinnen Jule Müller (linke) und Annelie Kralisch-Pehlke im Gespräch mit Chris Guse. Ihr Dating-Start-up Im Gegenteil...

Bisher ist die positive Resonanz Motivation genug, sagt Anni: „Es gibt nix Tolleres als Leute zu verkuppeln, die dann sagen ‚Ich hab mich verliebt. Ich dachte, ich wäre ein unvermittelbarer Fall.’ Dann könntest du anfangen zu flennen.“

Noch stemmen die Gründerinnen einen Großteil der administrativen und redaktionellen Arbeit alleine, doch das Team wächst stetig. Wie lange geht das gut, ohne dass Geld fließt? Schaffen es Jule und Anni ihre erfolgreiche Webseite zu monetarisieren ohne ihren idealistischen und individuellen Ansatz aufs Spiel zu setzen?

Wir begleiten Jule und Anni zu einem Fotoshooting mit Single Celina und sprechen mit ihnen über das Geschäft mit der Online-Liebe.

Die Themenseite des rbb-Fernsehens zu "Made in Berlin" finden Sie hier.

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