Prof. Gerhard Heide : Schockwellensynthese ultraharter Nitride

Bei spannenden Trennprozessen von Metallen und Gesteinen entstehen hohe Temperaturen

Gerhard Heide
Gerhard Heide

Bei spannenden Trennprozessen von Metallen und Gesteinen entstehen hohe Temperaturen, die zum Versagen des Hartstoffs und des Werkzeugs führen können. Die Effizienz der Prozesse ist dadurch erheblich eingeschränkt. Neuartige, maßgeschneiderte Ultrahartstoffe auf der Basis von Nitriden sind auch über 1000°C stabil und weisen zudem eine hohe chemische Resistenz auf. Die Schockwellensynthese bietet die Möglichkeit, nanoskalige Pulver zu entwickeln und in größeren Mengen im Druckbereich von 10 bis 150 GPa bei kontrollierten Temperaturen und vollständiger Probenrückgewinnung herzustellen.

Video
Gerhard Heide
Gerhard Heide

Gerhard Heide ist Kristallograph und, nachdem er sich in den Werkstoffwissenschaften an der TU Clausthal über nichtkristalline Festkörper habilitierte, seit 2005 Professor für Mineralogie an der TU Bergakademie Freiberg. 2015 wurde er Gastprofessor an der St. Petersburg Mining University. Als Direktor der Geowissenschaftlichen Sammlungen baute er federführend die Ausstellungen terra mineralia im Schloss Freudenstein und die Mineralogische Sammlung Deutschland im Krüger-Haus auf. Er ist Gründungsmitglied des Freiberger Hochdruckforschungszentrum (FHP) und betreibt im Forschungs- und Lehrbergwerk der Universität das weltweit größte universitäre Schockwellenlabor.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben