Bärenstreit : „Der Zoo will Knut“

Der Chef des Zoolgischen Gartens hat auf das Knut-Ultimatum seines Kollegen in Neumünster reagiert. In einem Brief hat Bernhard Blaszkiewitz formuliert: "Der Zoo Berlin will Knut gern behalten".

Annette Kögel
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Tatze drauf. Der zweijährige Knut. -Foto: dpa

Der Zoologische Garten Berlin hat unverzüglich auf das Knut-Ultimatum reagiert. Wie Zoosprecherin Claudia Bienek sagte und der Zoo Neumünster bestätigte, schrieb Zoochef Bernhard Blaszkiewitz folgende Sätze: „Wie schon am Telefon ausgeführt, will der Zoo Berlin Knut gern behalten. Dies ist von den Haltungsmöglichkeiten her unproblematisch und würde dem enormen Interesse der Berliner Bevölkerung entsprechen.“ Das kurze, sachliche Schreiben enthält noch keine Details zur Investitionsplanung und zu einem Standort für ein neues oder umgebautes Gehege oder die Ankündigung, die Angaben nachzureichen. Der Neumünsteraner Zoochef Peter Drüwa will den Brief seinen sechs Vorstandskollegen von der Tiergarten-Vereinigung Neumünster e.V. vorlegen. „Eine Entscheidung ist nicht vor Frühjahr 2009 zu erwarten.“ In Neumünster liegen Bewerbungen um Eisbär Knut vom Zoo Gelsenkirchen mit seiner Jungbärin Lara bereits vor. Aus Schweden meldete sich der Orsa Bear Park, der ab Frühjahr einen 50 000 Quadratmeter großen Polarbärenpark mit Sichtfenstern und Seen für die Tiere mitten in der Natur eröffnet. Auch der Zoo San Francisco will Knut.

Indes gibt es in Nürnberg heute für die ebenfalls handaufgezogene Eisbärin Flocke, die ein Jahr alt wird, keine Geburtstagsfeier. Die Freude ist getrübt, weil eines der beiden Babys, die Flockes Muttertier Vera gebar, starb. „Das Baby hatte Schnappatmung, wirkte schwach und lag dann tot im Stroh der Geburtshöhle“, sagte Zoochef Dag Encke.

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