Berliner Zoo : Tierschützer fordern größeres Gehege für Knut

Berlins berühmter Eisbär Knut hat angeblich nicht genug Auslauf. Die Tierschutzorganisation Peta fordert mindestens 200 Quadratmeter zusätzlich. Auch ein Transfer in den Zoo Neumünster würde keine Abhilfe schaffen.

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Ich bin ein Berliner. Aber auch Neumünster hat mitzureden, wenn es um Knut geht. -Foto:dpa

BerlinDie Tierschutzorganisation Peta fordert ein größeres Gehege für Eisbär Knut. Seine derzeitige Haltung im Berliner Zoo sei "völlig unzureichend und nicht tierschutzkonform", sagte Peta-Sprecher Frank Albrecht am Dienstag. Knuts derzeitige Gehegegröße von 300 Quadratmetern liege unter internationalen Standards. Die Vorgaben der "Association of Zoos and Aquariums" sähen eine Mindestgröße von 500 Quadratmetern vor, sagte Albrecht. Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz wies die Vorwürfe zurück: Knuts Anlage sei groß genug, außerdem werde sie vom Amtstierarzt überwacht, sagte er.

Von einer Abgabe des Bären an den Tierpark Neumünster rät die Tierschutzorganisation jedoch ab. Der Zustand der Eisbärenanlage in Neumünster sei verheerend, sagte Albrecht. "Dort laufen zwei Eisbären fast den ganzen Tag extrem verhaltensgestört hin und her", fügte er hinzu.

Neumünster ist Besitzer des Eisbären, weil Knuts Vater Lars als Zuchttier von dort nach Berlin ausgeliehen wurde. Derzeit ist eine Klage gegen den Berliner Zoo anhängig. Neumünster beansprucht einen Teil der Lizenzeinnahmen durch Knut für sich. 2007 hatte der Berliner Zoo rund 6,8 Millionen Euro Bilanzgewinn erwirtschaftet.  (ho/ddp)

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