Star-Eisbär : Knut muss weg

Erst gab es Gerüchte, prompt folgte das Dementi: Eisbär Knut wird nicht in den Tierpark Friedrichsfelde umziehen. Die große Knut-Show wird es in Berlin wohl nicht mehr lange geben.

Manuel Jacob,Sven Malzahn
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Gibt es keinen Platz mehr in Berlin für Knut? -Foto: Kitty Kleist-Heinrich

BerlinVehement dementierte der Bärenkurator im Zoo Berlin, Heiner Klös, Gerüchte, dass Eisbär Knut demnächst im Tierpark ein neues Zuhause finden würde. "Das ist alles erstunken und erlogen." Im Gegenteil, sei ein Verbleib des berühmtesten Eisbären Berlins in der Stadt höchst unwahrscheinlich. Von Beginn an sei klar gewesen, dass es in Berlin keinen Platz für drei Eisbärmännchen gebe. Im Zoo hat aber schon Knuts Papa Lars sein Revier, im Tierpark streift Troll durch das Gehege.

Auch wenn der Tierpark als größter Stadtzoo Europas auf 160 Hektar Fläche genug Platz für ein weiteres Eisbärenareal hätte, wird Knut dort dennoch kein neues Zuhause finden. Alleine aus Gründen der Arterhaltung mache ein Umzug Knuts in eine andere Stadt Sinn: "Bis Knut geschlechtsreif ist, sind unsere Weibchen schon zu alt", sagte Klös. Konkrete Pläne, wohin und wann Knut umziehen könnte, gebe es allerdings noch nicht.

Reges Interesse an Knut

Die Zoos in Hannover und Gelsenkirchen lechzen bereits nach Knut und wollen ihm ein neues geräumigeres Zuhause geben. Natürlich steckt auch ein finanzielles Kalkül dahinter. Knut ist letztendlich eine "Marke". In Berlin hatten zehntausende Besucher den Zoo gestürmt, als der Eisbär im Frühjahr der Öffentlichkeit präsentiert wurde, und das Interesse an ihm ist danach nur unwesentlich zurückgegangen.

Der "Berliner Kurier" hatte berichtet, Knut könnte vom Zoo in den Tierpark Berlin-Friedrichsfelde im Bezirk Lichtenberg umziehen. Die Zeitung zitierte auch Marcel Gäding vom Tierschutzverein mit den Worten: "Da kann der Zoo seiner Verantwortung gerecht werden und in Knuts Zukunft investieren."

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