Blog "Captain Cork" : Einer neuen Weinszene zum Durchbruch verholfen

Amüsant und respektlos bespricht das Team von "Captain Cork" Weine. Das typische Weinchinesisch? Gibt es nicht. Den Lesern gefällts.

Michael Pöppl
Maximilian Flügge und Marcus Johst
Maximilian Flügge und Marcus JohstFoto: Promo

Die österreichischen Journalisten Marcus Johst und Manfred Klimek gründeten 2009 eine "Societät für strategische Medienberatung" in Berlin und führten als Captain Cork zugleich einen Online-Blog, der sich auf neue Art dem Thema Wein widmete. Unter den Fans guter Tropfen wurde die Webseite schnell bekannt: Die amüsanten und respektlosen Besprechungen machten nicht nur Spaß, sondern verhalfen einer neuen Weinszene zum Durchbruch.

Klimek ist seit 2014 nicht mehr an Bord. Die Arbeit, über Wein und Essen zu schreiben, ist seitdem "auf mehrere Schultern verteilt". Eine davon gehört Maximilian Flügge, der sich inzwischen passabel ins Thema eingetrunken hat. Den Erfolg der Webseite, die sich gerade einem umfangreichen Relaunch unterzogen hat, erklärt er damit, "dass die meisten Menschen das übliche abgehobene Weinchinesisch nicht mögen".

Inzwischen haben die Kapitäne rund 2000 Weine aller Preislagen subjektiv verkostet und beurteilt. Ein praktischer Online-Weinfinder hilft, den richtigen Tropfen zum Essen zu suchen. "Wichtig ist uns zu zeigen, dass es nur der eigene Geschmack ist, der beim Weintrinken zählt", so Flügge. Finanziert wird die Seite über Werbung und die Verlinkung zu rund 50 Online-Händlern.

www.captaincork.com

Dieses Stück erschien zuerst im Wirtschaftsmagazin "Köpfe" aus dem Tagesspiegel-Verlag, das Sie hier bekommen können: Tagesspiegel Köpfe bestellen

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