Chefin von "I-Potentials" : Auf ein Glas mit Constanze Buchheim

Constanze Buchheim hilft Unternehmen, Experten für digitale Themen zu finden. Die trifft sie zuvor oft in der "Mittelbar" in der Axel-Springer-Passage. Hier ist es anonym und businesslike, meint sie. Und Kaffee kommt auf keinen Fall in ihre Tasse.

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Geht gern in die Mittelbar: Constanze Buchheim
Geht gern in die Mittelbar: Constanze BuchheimFoto: Mike Wolff

Wer sich eben noch im überfüllten Bus durch den zähen Vormittagsverkehr geschoben hat, kann gar nicht glauben, wie ruhig und entspannt es in der "Mittelbar" in der Axel-Springer-Passage zugeht. Constanze Buchheim kommt oft hierher, sie setzt sich an einen der Hochtische, im Hintergrund schwimmen dekorative Fische durch ein üppig beleuchtetes Aqarium. Die 33-Jährige hat gerade ihre beiden Söhne – beziehungsweise Spiderman und den kleinen Drachen – zur Karnevalsparty in die Kita gebracht.

Die Mittelbar hat einen beeindruckenden Tresen, ist in Bezug auf die Öffnungszeiten (10 bis 18 Uhr) aber eher ein Tagescafé. Constanze Buchheim gefällt, dass es hier "businesslike ist, man sich in Ruhe unterhalten kann und es trotzdem so schön anonym ist". Sie bestellt einen Chai Latte: "Bei den ganzen Meetings ist das für mich eine gute Alternative zum Kaffee." Den trinkt sie nur morgens, um munter zu werden.

Berlin ist für sie der beste Ort

2009 hat die studierte Betriebswirtin "I-Potentials" gegründet, eine Personalvermittlung, die sich auf Experten fürs Digitale spezialisiert hat: jene Menschen, nach denen kleine Start-ups, aber auch große Unternehmen verzweifelt suchen. Zuvor hatte sie selbst für ein Start-up gearbeitet und schnell gemerkt, wie schwierig die Mitarbeitersuche war. 2010 zieht sie mit ihrer Familie von Leipzig nach Berlin: "Für mich ist das der beste Ort, an dem man in unserem Alter leben kann." I-Potentials ist inzwischen auf fast 20 Mitarbeiter angewachsen. Wobei es Buchheim, die auch Geschäftsführerin ist, oft "ziemlich schwierig" findet, geeignetes Personal für das eigene Unternehmen aufzuspüren.

Dieses Stück erschien zuerst im Wirtschaftsmagazin "Köpfe" aus dem Tagesspiegel-Verlag, das Sie hier bekommen können: Tagesspiegel Köpfe bestellen

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