Deutsches Symphonie-Orchester : Tugan Sokhiev dirigiert Slawisches

Ganz im Zeichen slawischer Musik des 20. Jahrhunderts steht dieses Konzert des Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung seines Chefdirigenten Tugan Sokhiev: Janáček, Bartók, Martinů.

Deutsches Symphonieorchester
Mit seinem jungen Chefdirigenten Tugan Sokhiev tritt das Deutsches Symphonieorchester am 11. September in der Philharmonie auf.Foto: Urban Zintel

Ganz im Zeichen slawischer Musik des 20. Jahrhunderts steht dieses Konzert des Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung seines jungen und charismatischen Chefdirigenten Tugan Sokhiev. Das Herzstück des Programms bildet ein Werk von Béla Bartók, das bei seiner Kölner Uraufführung im Jahre 1926 für einen der größten Theaterskandale des 20. Jahrhunderts sorgte. Anlass für die Pfiffe und Buh-Rufe, die seinerzeit durch den Zuschauerraum der Kölner Oper gellten, war aber nicht Bartóks Musik, sondern die einem veritablen Krimi vergleichbare Handlung des Werkes.

Erzählt die in einem Stundenhotel angesiedelte Ballett-Pantomime „Der wunderbare Mandarin“ doch von dem Schicksal dreier Freier, die von den Zuhältern ausgeraubt und ermordet werden. Schon nach der ersten Aufführung wurde das Stück durch den damaligen Oberbürgermeister der Stadt Köln, Konrad Adenauer, vom Spielplan verbannt.

Reizvolle Gegenpole zu diesem Skandalstück bilden Werke zweier tschechischer Komponisten: Leoš Janáček wird mit einer Aufführung seiner im selben Jahr wie Bartóks „Wunderbarer Mandarin“ uraufgeführten „Sinfonietta“ als einer der bedeutendsten Komponisten an der Schnittstelle zwischen 19. und 20. Jahrhundert gewürdigt. Der eine Generation jüngere Bohuslav Martinů ist mit seiner „Rhapsodie für Viola und Orchester“ aus dem Jahre 1952 vertreten. Solist in dieser klangschönen, beinahe wehmütig auf die Traditionen der musikalischen Romantik zurückblickenden Komposition ist der ukrainische Bratschist Maxim Rysanov.

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Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Mittwoch 11.09.2013, 20:00, Philharmonie

Leoš Janáček [1854-1928]
Sinfonietta op. 60 [1926]

Bohuslav Martinů [1890-1959]
Rhapsodie
Konzert für Viola und Orchester [1952]

Béla Bartók [1881-1945]
Der wunderbare Mandarin
für Orchester op. 19 [1919/1927]
Vollständige Ballettmusik

Maxim Rysanov Viola
Ernst Senff Chor
Steffen Schubert Einstudierung
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Tugan Sokhiev Leitung

Eine Veranstaltung des Deutschen Symphonie-Orchester Berlin in Kooperation mit Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
Einführung 18:45 Uhr

© Mark Schulze Steinen/Berliner Festspiele

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