• Potsdamer Neueste Nachrichten
  • Bootshandel
  • Qiez
  • zweitehand
  • twotickets
  • Berliner Köpfe
  • wetterdienst berlin

Der Bundestrainer und der DFB : Die lahme Ente Löw fliegt wieder

02.01.2013 21:27 Uhrvon
Blick nach vorn. Bundestrainer Joachim Löw betreut die Nationalelf seit 2006.Bild vergrößern
Blick nach vorn. Bundestrainer Joachim Löw betreut die Nationalelf seit 2006. - Foto: dapd

Es galt schon fast als beschlossen, dass Joachim Löw nach der WM 2014 als Bundestrainer aufhört. Doch nun mehren sich die Zeichen für eine Vertragsverlängerung. Auch DFB-Präsident Niersbach zeigt sich daran interessiert.

Irgendwann in diesem Sommer hat es angefangen, dass sich ein Gefühl immer mehr zur Gewissheit verdichtet hat. Das Gefühl ging so: 2014, bei der WM in Brasilien, wird Joachim Löw zehn Jahre für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) gearbeitet haben, davon acht als Bundestrainer. Eine ganz schön lange Zeit. Sollte Löw also 2014, so das Gefühl, mit der Nationalmannschaft Weltmeister werden, wird er ganz sicher als Bundestrainer aufhören, weil nach dem WM-Titel eh nichts mehr kommen könnte. Wenn er hingegen nicht Weltmeister wird, wird er erst recht aufhören müssen, weil irgendwann auch mal gut ist mit all den titellosen Turnieren. Mit anderen Worten: Egal wie es 2014 ausgeht – Löw wird auf jeden Fall aufhören.

Der Bundestrainer selbst hat zu solchen Spekulationen lange gar nichts gesagt (was für manchen wie eine stille Zustimmung geklungen haben mag). Inzwischen aber hat Löw solche Überlegungen zu dem zurechtgestutzt, was sie tatsächlich sind: die Gedankenspiele von Leuten, denen in dieser Sache schlicht die Entscheidungskompetenz fehlt. Da trifft es sich ganz gut, dass nun auch Wolfgang Niersbach, als DFB-Präsident nachweislich mit hinreichender Entscheidungskompetenz ausgestattet, sein Interesse an einer Zusammenarbeit über 2014 hinaus öffentlich hinterlegt hat. Mit einem Mal hat die vermeintliche Lame Duck Löw, die lahme Ente, wieder Flügel bekommen, ziemlich kräftige sogar.

Man kann hinter dieser frühen Positionierung der DFB-Spitze vor allem taktische Gründe vermuten, von wegen: Man sollte das Unternehmen Brasilien 2014 besser nicht mit einem Trainer angehen, dessen Halbwertszeit von vornherein begrenzt ist. In Wirklichkeit zeugt das jetzt bekundete Interesse von der Überzeugung, dass Löw weiterhin der Richtige ist: weil er die Mannschaft nicht nur in der Vergangenheit vorangebracht hat, sondern weil Löw sie auch in Zukunft noch voranbringen wird. Egal wie es 2014 ausgeht.

Service

Tagesspiegel twittert

Tagesspiegel-Partner

  • Wohnen in Berlin

    Gewerbe- oder Wohnimmobilien: Große Auswahl an Immobilien beim großen Immobilienportal.

Spielplan, Teams, Ticker