Fünf Jahre nach Stadionflucht : Kuranyi: "Oft fehlt meine Sicht der Dinge"

Endlich ist es raus: Ex-Fußballnationalspieler Kevin Kuranyi hat fünf Jahre nach seiner spektakulären Stadionflucht die Berichterstattung darüber kritisiert. Bei sich selbst sieht er aber auch einen Teil der Schuld.

"Ich habe mich mehrmals entschuldigt": Kevin Kuranyi, Stürmer bei Dynamo Moskau.
"Ich habe mich mehrmals entschuldigt": Kevin Kuranyi, Stürmer bei Dynamo Moskau.Foto: Imago

Fünf Jahre nach seiner spektakulären Stadionflucht hat Ex-Fußballnationalspieler Kevin Kuranyi eine meist einseitige Darstellung des damaligen Skandals beklagt. „Es fehlt oft meine Sicht der Dinge. Hintergründe, die diese Reaktion hervorgerufen haben“, sagte Kuranyi der Nachrichtenagentur dpa in Moskau.

Dies ändere aber nichts daran, dass er 2008 einen „großen Fehler“ gemacht habe. „Ich hätte einfach besonnener sein müssen. Heute würde mir das nicht mehr passieren“, betonte der Stürmer des Erstligisten Dynamo Moskau.

Bundestrainer Joachim Löw suspendierte Kuranyi am 13. Oktober 2008. Der damalige Schalker Kuranyi hatte zwei Tage zuvor in der Halbzeit des Länderspiels gegen Russland das Stadion in Dortmund eigenmächtig verlassen. Er war von Zuschauern angepöbelt worden und auch verärgert, nicht einmal auf der Auswechselbank zu sitzen.

„Ich kann immer noch genau nachvollziehen, warum ich mich zu diesem Schritt habe provozieren lassen“, meinte Kuranyi. „Ich habe oft gesagt, dass es mir leidtut und habe mich mehrmals entschuldigt.“ Er bedaure zwar, nicht mehr als 52 Länderspiele bestritten zu haben. „Aber das Wichtigste ist gleichgeblieben: mein Glück mit meiner Frau und meinen beiden Kindern. Das ist noch wichtiger als Fußball.“ (dpa)

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