Manuel Neuer im Interview : „Ich möchte nichts gegen die Fans sagen“

Manuel Neuer über seinen Patzer, der zum Gegentor gegen Kasachstan führte und die Pfiffe des Nürnberger Publikums.

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Einmal ging es daneben.
Einmal ging es daneben.Foto: AFP

Herr Neuer, wie haben Sie die Situation zu Beginn der zweiten Halbzeit gesehen, als der Ball plötzlich in Ihrem Tor lag?

Es war ein überflüssiges Gegentor, ein klarer Fehler von mir. Es wäre besser gewesen, wenn ich die Situation nicht spielerisch hätte lösen wollen, sondern den Ball weggeschlagen hätte. Aber es ist jetzt nun mal so. Ich kann es nicht ändern.

Sie reagieren ja fast allergisch auf Gegentore. Und dann noch so ein Ding!
Erst einmal ist es ein Gegentor, das wurmt immer. Zumal wir dann als Mannschaft nicht das gespielt haben, was wir uns für die zweite Halbzeit vorgenommen hatten. Dadurch, dass ich halt den Fehler gemacht habe, hat man schon bei einigen leichte Verunsicherungen gesehen. Das nehme ich dann auch auf meine Kappe.

Wie sehr ärgert Sie die Reaktion des Nürnberger Publikums?
Dazu möchte ich gar nichts sagen. Das bleibt jedem selbst überlassen, wie er reagiert.

Aber Sie haben die Pfiffe schon gehört?
Ja, ja, gehört habe ich sie, aber abstellen kann ich es persönlich nicht.

Der Bundestrainer hat sich über die Häme von den Rängen aufgeregt.
Ich habe nicht auf den Trainer geschaut. Aber was soll ich dazu sagen? Ich möchte nichts gegen die Fans sagen.

Gab es denn wenigstens von den Mitspielern aufmunternde Worte?
Die gab es. Denen ist doch auch klar, dass ich es nicht extra gemacht habe.

Der Vorsprung in der Gruppe wächst. Planen Sie langsam für Brasilien?
Wir sollten das erst tun, wenn es fix ist. Im Herbst werden wir noch einmal schwierige Spiele gegen Irland und Schweden haben. Und gerade das Österreichspiel in München ist noch einmal ein Klassiker, ein brisantes Duell. Wir brauchen eine gute Einstellung für diese Spiele. Ich freue mich drauf.

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