Nationaltorwart René Adler : "Ich genieße das im Stillen"

Erstmals seit zwei Jahren stand Renè Adler wieder in einem Länderspiel im Tor der Nationalmannschaft. Nach dem Sieg in Frankreich stellte sich der Keeper den Fragen der Journalisten.

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Renè Adler zeigte in seinem ersten Länderspiel seit zwei Jahren eine gute Leistung.
Renè Adler zeigte in seinem ersten Länderspiel seit zwei Jahren eine gute Leistung.Foto: dpa

Herr Adler, Sie haben zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren wieder ein Länderspiel bestritten. Sind Sie ein glücklicher Mensch?

Ich bin natürlich glücklich, dass wir gewonnen haben. Für die Entwicklung der Mannschaft ist es wichtig, dass wir mit einem Sieg in das Länderspieljahr gestartet sind. Der Bundestrainer sagt das immer wieder: Gerade in diesem Jahr, in dem es kein Turnier gibt, steht jeder auf dem Prüfstand. Deshalb sind wir sehr zufrieden mit dem Erfolg.

Sind Sie auch zufrieden mit Ihrer Leistung?

Ich muss erst einmal ein bisschen runterkommen. Aber ich bin natürlich froh, dass es so gelaufen ist: dass ich in meiner Rolle auch einen Teil dazu beitragen konnte, dass wir gewonnen haben. Wenn die Abspannung abfällt, kommt die Freude vielleicht ein bisschen besser durch. Rational weiß man natürlich, dass man sich freut. Es ist ein Geschenk, wenn man so lange verletzt war wie ich und dann wieder spielen darf, noch dazu in so einem tollen Stadion. Das ist super. Aber auf dem Feld bin ich so konzentriert und fokussiert, dass man das ein bisschen wegdrücken muss. Ich bin eher froh, dass das Spiel jetzt vorbei ist.

Das Länderspiel Frankreich gegen Deutschland
Jubel in Weiß-Schwarz. Sami Khedira trifft in der 74. Minute zum 2:1 für Deutschland.Weitere Bilder anzeigen
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06.02.2013 22:41Jubel in Weiß-Schwarz. Sami Khedira trifft in der 74. Minute zum 2:1 für Deutschland.

Das hört sich sehr demütig an.

Das bin ich auch, ohne Frage. Es ist sehr viel passiert. Ich muss das für mich erstmal ein bisschen sacken lassen. Vom Naturell bin ich ja auch keiner, der jetzt einen Luftsprung macht und denkt: Ich könnte die Welt einreißen. Ich genieße das im Stillen und freue mich, dass wir gewonnen haben.

Haben Sie trotzdem Ambitionen, noch einmal die Nummer eins in der Nationalmannschaft zu werden?

Ach, die Diskussion ist doch quatsch. Man muss sehen, wo ich herkomme. Ich weiß jedenfalls, was meine Rolle in der Nationalmannschaft ist.

 

Aufgezeichnet von Stefan Hermanns

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