Vertragsverlängerung : Löw und DFB raufen sich zusammen

Joachim Löw wird seinen Vertrag als Bundestrainer bis zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine verlängern. Diese Nachricht beeinhaltet gleich zweierlei Gutes. Ein Kommentar.

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Theo Zwanziger, Oliver Bierhoff und Joachim Löw bei der Rückkehr aus Südafrika.
Theo Zwanziger, Oliver Bierhoff und Joachim Löw bei der Rückkehr aus Südafrika.Foto: ddp

Es ist geschafft. Bundestrainer Joachim Löw und sein erfolgreiches Team betreuen mindestens bis zur Europameisterschaft 2012 die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Diese Nachricht ist für Fußball-Deutschland mindestens genauso wertvoll wie der dritte Platz und das mitreißende Spiel des jungen Teams bei der Weltmeisterschaft in Südafrika.

Ohne dass die genauen Details bekannt sind, beeinhaltet diese Nachricht zweierlei Gutes: Löw hat sich mit dem Deutschen Fußball-Bund zusammengerauft, um mit seiner Mannschaft bei der EM den Titel zu holen. Auch wenn nun schwere Entscheidungen anstehen wie die Wiedereingliederung von Michael Ballack - Löw hat sich von seiner Begeisterung für diese, seine Mannschaft leiten lassen und nicht von seiner persönlichen Betroffenheit angesichts der geplatzten Vertragsverlängerung vor der WM.

Die zweite Nachricht ist: Der DFB ist trotz aller verbandsinternen Krisen weiterhin handlungsfähig. Präsident Theo Zwanziger, der nicht nur in der Causa Löw unglücklich agierte und sich nun auch noch amtsmüde gab, hat einen Kompromiss herbeiführen können auch zwischen den immer wieder streitenden Lagern Nationalmannschaft und Bundesliga. Wenn nun auch mal der DFB mannschaftliche Geschlossenheit zeigen würde und Eitelkeiten von Funktionären zurückgestellt werden, könnte es tatsächlich mal wieder klappen mit einem Titel für die deutsche Nationalmannschaft.

Auch ein Großteil unserer Online-Leser dürfte die Entscheidung von Joachim Löw begrüßen: In unserer Umfrage stimmten 78% aller Teilnehmer für einen Verbleib des Bundestrainers.

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