Nachwuchsreporter der PZ in Rio : Der Youngster mit der Film-Doku

Der noch 17-Jährige Gustavo Altman möchte wie seine Eltern Journalist werden. Schon jetzt hat er eine eigene Film-Dokumentation über Fußballstadien produziert. In Rio wird er im Team der PZ-Nachwuchsreporter die Paralympics begleiten.

Marc Bädorf
Gustavo Altman ist als Jüngster im Team der brasilianischen Nachwuchsreporter für das Projekt der PZ.
Gustavo Altman ist als Jüngster im Team der brasilianischen Nachwuchsreporter für das Projekt der PZ.Thilo Rückeis

Gustavo Altman ist vielleicht nicht nur der jüngste Redakteur des Jornal Paralympico,  sondern auch jener mit der größten Reichweite. Mit drei Freunden arbeitet Gustavo an einer Dokumentation über die Ticket-Preise in brasilianischen Fußballstadien. Interviews mit Sportsmanagern und Fußballspieler, Funktionären und Fans, beeindruckende Bilder von den Fankurven der brasilianischen Stadien, alles drehten Gustavo und seine Freunde selbst. Im Moment arbeiten sie an Schnitt und Text, 40 Minuten soll die Dokumentation am Ende haben und auf der eigenen Facebook-Seite gepostet werden. Einen Trailer für den Film wurde schon hochgeladen: Insgesamt 190.000 Menschen schauten ihn sich an.

Ein großer Erfolg für einen 17-Jährigen, der noch zur Schule geht. Gustavo wird kurz vor den Spielen volljährig. Doch Gustavo träumt schon seit langen von einer Karriere als Journalist, sein Vater und seine Mutter sind bekannte Journalisten in Brasilien. Bei seiner Mutter lernte Gustavo, der in São Paulo geboren wurde und lebt, die Schattenseite des Geschäfts kennen: Sie verlor ihren Job, als ihre Zeitung Pleite ging und arbeitet aktuell als freie Journalistin. Dementsprechend überlegt Gustavo im Moment, vielleicht doch eher Jura zu studieren.

Vorher freut er sich darauf, die Paralympischen Spiele journalistisch zu begleiten. Schon 2012 interviewte Gustavo nach den Spielen in London einen der größten brasilianischen Stars: sein Vater hatte den Kontakt hergestellt. Diesen Text nutzte er auch zur Bewerbung beim "Jornal Paralympico".

Sowieso wäre er gerne ein schreibender Journalist, meint aber auch, dass man sich in Zeiten der Digitalisierung nicht zu sehr festlegen sollte.

Die Zeit bis zu den Spielen wird Gustavo nutzen, um sich noch tiefer in die Feinheiten des Paralympischen Sports hineinzuarbeiten – und seine Dokumentation fertigzustellen.

 

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