Nachwuchsreporter der PZ in Rio : Mit der Zeitung ein Stück die Welt verändern

Der 22-jährige Journalismus-Student Jorge Salhani aus São Paulo ist einer von zwölf brasilianischen Nachwuchs-Reportern der Paralympics Zeitung. Er wünscht sich, dass die Paralympics in Rio mehr behinderten Menschen helfen, aktiver am Leben teilnehmen zu können.

Lisa Kuner
Jorge Salhani, 22 Jahre,, ist einer der brasilianischen Schülerreporter der "Paralympics Zeitung Rio 2016" in Rio de Janeiro/Brasilien.
Jorge Salhani, 22 Jahre,, ist einer der brasilianischen Schülerreporter der "Paralympics Zeitung Rio 2016" in Rio de...Foto: Thilo Rückeis

Menschen mit Behinderung brauchen in der brasilianischen Gesellschaft noch mehr Aufmerksamkeit. Davon ist Jorge Salhani überzeugt. Er ist 22 Jahre alt und studiert Journalismus in Bauru, einer Kleinstadt im Bundestaat São Paulo. Journalismus begeistert Salhani schon lange. „Mich fasziniert vor allem die Vorstellung, dass ich mit meinen Texten vielen Menschen eine Stimme geben kann, die sonst nicht gehört werden“, erklärt er.
Genau das erhofft er sich auch von der Arbeit des Journal Paralimpíco und der Paralympics Zeitung, nämlich das Menschen mit Behinderung mehr ins Blickfeld der Gesellschaft zu rücken.
Mit Inklusion und der Arbeit mit Menschen mit Behinderung hat der Student schon Erfahrung. In den letzten drei Jahren arbeitete er als Freiwilliger in dem Projekt „Matav“ mit. „Matav“ arbeitet daran Medien für Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen. Das heißt es werden Audiodiskreptionen  für Menschen mit Sehbehinderung erarbeitet und Musik wird auf verschiedene Arten visualisiert.
Aufgrund dieser Erfahrung ist Jorge sensibilisiert für den Umgang mit Menschen mit Behinderung u nd kann ihre besonderen Bedürfnisse besser nachvollziehen. Mit Sportjournalismus hat bisher noch kaum Erfahrung, aber trotzdem fühlt er sich mit seinem Studium schon gut auf die Aufgaben hier vorbereitet.  Er freut sich darauf, einen Einblick davon zu bekommen, wie sportliche Großevents organisiert werden. „Ich bin gespannt, was alles im Hintergrund von dem, was wir im Fernsehen sehen, passiert“, sagt er.
Für ihn steht fest, dass es in Brasilien zum Thema Barrierefreiheit und dem Umgang mit Menschen mit Behinderung noch viel zu verbessern gibt. „Ich wünsche mir, dass Rio de Janeiro es schafft ein tolles Bild vom Behindertensport zu vermitteln“, sagt er. Eine große Herausforderung sieht Salhani  in seiner Arbeit in der sozialen Verantwortung, die mit der Berichterstattung über die Paralympics verbunden ist. Er wünscht sich, dass es die Paralympischen Spiele schaffen, mehr Menschen mit Behinderung in Brasilien zu einem aktiveren Leben, und vor allem auch am Sport, zu motivieren.

 

 

 

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