Paralympics Jury 2016 : Paralympics-Zeitung als Herzensangelegenheit

Für Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt gehört die Paralympics Zeitung zum "genetischen Code" des Tagesspiegels. Der mehrfach ausgezeichnete Journalist hat den Nachwuchs mit ausgewählt.

Kathrin Merfort
Lorenz Maroldt, Chefredakteur
Lorenz Maroldt, ChefredakteurFoto: Kai-Uwe Heinrich

Lorenz Maroldt, einer der beiden Chefredakteure des Tagesspiegels, war schon 2012 anlässlich der Paralympics in London mit dabei. Da verteilte er persönlich die frisch gedruckten Paralympics Zeitungen an prominente Gäste und Vertreter der Deutschen Botschaft in London – und freute sich wie die jungen Journalisten über die lebendigen PZ-Ausgaben. Auch die Eröffnungsfeier hatte Maroldt live im Stadion verfolgt.
Das Thema Paralympischer Leistungssport und Inklusion liegt ihm schon lange am Herzen. So hat er in der Vergangenheit auch schon einige Veranstaltungen im Behindertensport moderiert. Die Paralympics Zeitung wird seit 2004 gemeinsam vom Tagesspiegel und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) herausgegeben. Das internationale Zeitungsprojekt erhielt schon mehrere Preise, zuletzt wurde es im November 2015 vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) während der Feier zur Behindertensportlerwahl des Jahres in Köln mit dem Ehrenpreis 2015 ausgezeichnet -auch Lorenz Maroldt wurde dafür auf die Bühne gebeten.
Die mehrsprachige Zeitungsbeilage wird gemeinsam von Nachwuchsreportern aus Deutschland und dem Gastgeberland erstellt, unter Anleitung professioneller Journalisten. Maroldt betont gern, dass  „die PZ zum genetischen Code des Tagesspiegels gehört". Im vergangenen Jahr hat er nun auch wieder als Jurymitglied Jungredakteure für Rio mit ausgewählt und sie während des Vorbereitungsworkshops im Tagesspiegel-Verlagshaus begrüßt. Dort kam er mit seiner blauen „Paralympics Zeitung Sotschi“-Jacke herein. Mit dieser war das Jungjournalistenteam von Sotschi 2014 während der Winterspiele im Recherche- und Schreibeinsatz.
Maroldt, der 1962 in Köln geboren wurde und bis 1989 Politikwissenschaften in Berlin studierte, begann seine journalistische Karriere als freier Mitarbeiter für verschiedene Zeitungen und beim Fernsehen. Darunter: Die FAZ, die taz sowie politische Fernsehmagazine. Ab 1991 war er bei der Tageszeitung Neue Zeit als Redakteur für Landespolitik tätig.
Seit 1994 arbeitet er beim Tagesspiegel, zunächst im Politikressort, später als Ressortleiter Berlin. 2001 wurde er zum stellvertretenden Chefredakteur ernannt. 2004 übernahm er gemeinsam mit Stephan-Andreas Casdorff die Chefredaktion. Sein ausgezeichneter Berlin-Newsletter Checkpoint zählt derzeit 91 000 Abonnenten. Eine Institution ist Maroldts Dienstagskommentar, der seit zehn Jahren wöchentlich morgens live auf Radioeins gesendet wird.


Ausgezeichnet wurde Maroldt unter anderem 2014 mit dem Lead Award für die „Zeitung des Jahres“ und vom Medium Magazin zum Journalisten des Jahres in der Kategorie „Chefredaktion regional“, gemeinsam mit seinem Chefredakteruskollegen Stephan-Andreas Casdorff. 2015 folgte für den Checkpoint der Grimme Online Award in der Kategorie „Information“. Im selben Jahr wurde er von der Konrad-Adenauer-Stiftung mit dem Lokaljournalistenpreis 2015 in der Kategorie "Innovationen" ausgezeichnet. Weiter erhielt Maroldt im Januar den Goldenen Blogger in der Kategorie „Blogger ohne Blog aber mit Newsletter". Darin erwähnt er immer auch gerne mal Neuigkeiten rund um das  Projekt Paralympics Zeitung.

Rio 2016: Porträts der Redakteure

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