Redakteure Paralympics Zeitung 2016 : Dem Traumjob auf der Spur

Vom Rhein nach Rio: Tillmann Bauer möchte über die Paralympics Zeitung seinem Berufswunsch Sportjournalist näher kommen. Ein Porträt.

Hannah J. Hofer
Tilmann Bauer berichtet für die Paralympics Zeitung aus Rio de Janeiro.
Tilmann Bauer berichtet für die Paralympics Zeitung aus Rio de Janeiro.Foto: Thilo Rückeis

"Optimal wäre es einmal Redakteur für ein Sportmagazin mit wöchentlicher Ausgabe zu sein", sagt der 19-jährige Tillmann Bauer aus Edingen. Momentan studiert er Sportjournalismus und Sportmanagement in Mannheim, um seinem Traumjob als Sportjournalist näher zu kommen.

Auf dem Weg dorthin hat er nun einen großen Schritt nach vorne gemacht. Er wurde als einer von zehn deutschen Nachwuchsreportern für die Paralympics Zeitung nominiert und darf von den Paralympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro an der Seite von erfahrenen Sportjournalisten berichten.

Es ist eine große Chance für ihn, bei der er von seiner journalistischen Vorerfahrung profitieren kann. Schon in seiner Schulzeit schrieb Tillmann für die Schülerzeitung. Außerdem interessierte er sich für aktuelle Sportberichterstattungen und die Hintergründe des Sports. Nach seinem Abitur 2014 wollte er, als langjährig aktiver Handballspieler, seine Leidenschaft für Sport mit dem Journalismus verknüpfen. Deshalb absolvierte er ein Praktikum beim Sportkreis Heidelberg e.V., wo er für die Berichterstattung zuständig war und für ein lokales Sportmagazin schrieb. Kurz darauf wechselte er in die Lokalredaktion der Rhein-Neckar-Zeitung. Seine Aufgaben dort waren sehr vielfältig, besser gefiel ihm aber die Berichterstattung für die Sportredaktion der Zeitung. Dafür besuchte er unter anderem Handballspiele der Rhein-Neckar-Löwen, berichtete auch vom Heidelberger Rollstuhlmarathon im Mai 2015. Dort kam er das erste Mal mit dem Behindertensport in Berührung, der ihn sehr beeindruckte. Als er dann von einem Teammitglied der Paralympics Zeitung Sotschi 2014 den Hinweis auf die Ausschreibung für das aktuelle Projekt für die Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro bekam, bewarb er sich sofort.

Jetzt dabei zu sein passt für den Nachwuchsreporter, der gerade sein Praktikum bei der taz beendete. Es ist ein Schritt auf seinen Weg zum Traumjob Sportjournalist. Er freut sich auf spannende Wettkämpfe und eine Grenzerfahrung der besonderen Art bei den Paralympischen Spielen.

An seinem Englisch könne es jedoch nicht gelegen haben, dass die Jury ihn auswählte, lacht er. „Ich bin gespannt ob mich mein Englisch zum Stadium bringt.“ Hoffentlich – denn dann können wir uns auf spannende Berichte über packenden Hochleistungssport von ihm und den anderen Nachwuchsreportern der Paralympics Zeitung freuen.

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