Redakteure Paralympics Zeitung 2016 : Eintauchen in Rio

Portugiesisch-Kenntnisse und Begeisterung für Brasilien: Lisa Kuner bringt beste Voraussetzungen mit für die Aufgaben als Reporterin der Paralympics Zeitung. Ein Porträt.

David Hock
Lisa Kunert ist Redakteurin der Paralympics Zeitung 2016 in Rio de Janeiro.
Lisa Kunert ist Redakteurin der Paralympics Zeitung 2016 in Rio de Janeiro.Foto: Thilo Rückeis

„Ich freue mich, Brasilien von einer weiteren Perspektive kennenzulernen“, schwärmt Lisa Kuner, 20 Jahre alt. Seitdem sie ein Jahr in einem Freiwilligenprojekt in São Paulo verbracht hat, lassen sie Land und Leute nicht mehr los. Rio de Janeiro kennt Lisa bisher „nur“ durch einen Kurzurlaub. Sie freut sich wahnsinnig, durch die Teilnahme an der Paralympics Zeitung in diese Weltstadt einzutauchen. „Die Brasilianer werden mit ihrer Lebensfreude und Begeisterung für richtig gute Stimmung sorgen“, so die Redakteurin. Sie wollte unbedingt zu den Olympischen oder Paralympischen Spielen, also begab sie sich im Internet auf die Suche. Ihre ursprüngliche Idee lautete, als sogenannte „Volunteer“ (Freiwillige) dabei zu sein. Doch dann entdeckte Lisa die Ausschreibung der Paralympics Zeitung – und war sofort begeistert: „Da hat alles gepasst, also habe ich mich beworben“ - und es schließlich ins Team geschafft.

Als Qualifikation besitzt Lisa mehr als die für Rio so wichtigen Portugiesisch-Kenntnisse und die Begeisterung für das Land: In Villingen im Schwarzwald geboren hat sie bereits drei Jahre lang für den Südkurier geschrieben und damit wertvolle Erfahrungen für die Aufgaben als Reporterin der Paralympics Zeitung gesammelt. Der professionelle Behindertensport sei bislang noch Neuland für sie, so Lisa, nicht aber der Kontakt mit Menschen mit Behinderung. „Ich habe in einem Schwimmkurs und in der Kirche Kinder mit unterschiedlichen geistigen Behinderungen betreut.“ Das sei durchaus herausfordernd gewesen, „im Umgang mit den Kindern hatte ich aber nie irgendwelche Hemmschwellen.“ Lisa ist also ein in vieler Hinsicht offener Mensch. Und so passt es, dass sie inzwischen in Erfurt Internationale Beziehungen studiert.

Sollte Lisa mal etwas Zeit übrig haben, geht sie liebend gerne tauchen. Eine richtige Tauchprüfung hat sie dafür abgelegt, 45 Sekunden Luft anhalten inklusive. Im Atlantik an der Copacabana wäre das Abtauchen sicherlich auch eine schöne Abwechslung. Ob sich dafür bei dem intensiven Programm der Berichterstattung wirklich Gelegenheiten ergeben, lässt sich zweifeln.

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