Redakteure Paralympics Zeitung 2016 : Vielseitiges Talent

Vom freien Mitarbeiter der Nürnberger Nachrichten zum Jugendreporter bei einem sportlichen Großereignis – für Jonathan Fridman eine Riesenchance. Ein Porträt.

Julian Hilgers
Jonathan Fridman ist Redakteur der Paralympics Zeitung 2016 in Rio de Janeiro.
Jonathan Fridman ist Redakteur der Paralympics Zeitung 2016 in Rio de Janeiro.Foto: Thilo Rückeis

Die zweitgesündeste Stadt Deutschlands ist seine Heimat. Und Jonathans Ansicht nach eine der schönsten, wenn nicht die schönste Stadt der Bundesrepublik. Die Rede ist von Erlangen. Jonathan Fridman ist 18 Jahre alt und damit einer der jüngsten Reporter der Paralympics Zeitung. Noch nicht mal das schwerste Abitur Deutschlands in der Tasche, geht es für ihn schon an die Planung für die Reise nach Rio de Janeiro.
Vom freien Mitarbeiter der Nürnberger Nachrichten zum Jugendreporter bei einem sportlichen Großereignis – für Jonathan eine „Riesenchance, die man nur einmal im Leben bekommt“.

Warum gerade er diese Chance bekommt? Auf die Frage gibt sich Jonathan sehr bescheiden. Dabei weißt sein Lebenslauf einiges auf: Die erste Klasse hat er sich gleich mal geschenkt, lesen konnte er ja schon; das hat ihm seine Oma beigebracht. Das gewonnene Jahr nutzte er für einen Aufenthalt in den USA. Entsprechend spricht er nun perfekt Englisch. Auch Russisch beherrscht er fließend, da seine Eltern aus der ehemaligen Sowjetunion stammen. Außerdem kann Jonathan auch Französisch – rein sprachlich ist er für ein internationales Großereignis also sehr gut aufgestellt.

Jonathan ist vielseitig talentiert, es schlummert auch ein kleiner Cutter in ihm: Für einen lokalen Wettbewerb hat er einen Werbefilm über Zivilcourage produziert, der nun in ausgewählten Kinos gezeigt wird.
Wie alle aus dem Redaktionsteam will auch Jonathan unbedingt Journalist werden und geht deshalb sehr lernwillig an das Projekt Paralympics: „Ich möchte neue Perspektiven kennenlernen und mich durch tolle Erfahrungen immer weiter verbessern.“

Mit Sport hat er sich bisher eher weniger beschäftigt, sein Bewerbungsartikel über Goalball war sein erster Kontakt mit dem Behindertensport. Gerade deshalb freut er sich auf die Atmosphäre vor Ort und besonders auf die Leichtathletikevents in Rio.

Er weiß auch, dass die Arbeit für die Paralympics Zeitung anstrengend wird – aber dann kommt wenigstens keine Langeweile auf!