Theodor-Wolff-Preis : Theodor-Wolff-Preis für Tagesspiegel-Redakteur Hans Monath

Tagesspiegel-Redakteur Hans Monath hat den Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Meinung“ für sein Essay „Der Hochmut der Vernünftigen“ erhalten.

Mit Dominik Bardows Text „Fußball, ich kann nicht mehr", ein „Liebesbrief der anderen Sorte", war ein weiterer Tagesspiegel-Autor unter den drei Nominierten in der Kategorie „Meinung“ .

Offene Gesellschaften kann man auch zu Tode verteidigen: Wer in der Krise das Tempo des liberalen Kulturkampfes steigert, stärkt vor allem die Gegenkräfte. Mit dieser provokanten These hat Tagesspiegel-Autor Hans Monath im Dezember des vergangenen Jahres, inmitten der aufgeheizten Diskussionen über Möglichkeiten der Flüchtlingsaufnahme, ein Zeichen gesetzt. Für seinen Essay "Der Hochmut der Vernünftigen", der einen Bogen von Kaiser Claudius über Sigmund Freud bis zu Olaf Scholz' Warnung vor der Erregungsmaschinerie im Umgang mit Rechtspopulisten schlug, ist er gestern Abend mit dem Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie "Meinung" ausgezeichnet worden.

Seine journalistische Karriere begann Hans Monath beim Südkurier und setzte sie bei der Badischen Zeitung, der taz und beim Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt Hamburg fort. Seit 1999 schreibt er für den Tagesspiegel und ist heute Redakteur im Hauptstadtbüro des Tagesspiegels.

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen - Theodor-Wolff-Preis ist die renommierteste Auszeichnung, die die Zeitungsbranche zu vergeben hat. Sie wird vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger ausgeschrieben und erinnert an den langjährigen Chefredakteur des legendären "Berliner Tageblatts", Theodor Wolff (1868 - 1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.

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