Ist der Soldiner Kiez ein Problem? : Feindkontakt

Die Polizei kommt, dann gibt es Stress. Das wissen schon die Kids. Lange galt der Soldiner Kiez als einer der schlimmsten Berlins. Yousef Ayoub will das ändern – mit einem einzigartigen Projekt

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In der Soldiner Straße bedrängten 70 Männer am Montagabend Polizeibeamte.
Die Soldiner Straße in BerlinFoto: imago stock&people

Wenn es erst einmal losgeht, abgeht, und die Dinge aus dem Ruder laufen, kann man nichts mehr machen. Dann wird es laut und hässlich. Geschrei. Gebrüll. Und am Ende werden Menschen auf den Boden gedrückt, Arme auf den Rücken gedreht und einer in Handschellen abgeführt. Mindestens einer. Das passiert schneller, als man denkt. Hier. Im Soldiner Kiez.

Denn eines ist sicher, sagt der Polizist, der Staat verliert nie. Er meint das als Imperativ: Er dürfte es auch nicht. Aber, sagt er ins Joviale wechselnd, man muss es ja nicht so weit kommen lassen, dass überhaupt … Sie verstehen?, sagt Carsten Prenzel. Seit fünf Jahren bemüht sich der Dienstgruppenleiter im Abschnitt 36 darum, es nicht so weit kommen zu lassen. Ziemlich erfolgreich, wie er findet.

Wäre nur dieser Vorfall nicht gewesen.

Als es doch so weit kam.

Am 8. August, einem Montag, beobachteten Anwohner, wie ein Elfjähriger mit Freunden ein Auto zu starten versuchte. Sie verständigten die Polizei. Als der Streifenwagen eintraf, war das Fahrzeug leer. Die Beamten wandten sich an Leute auf dem gegenüberliegenden Spielplatz. Die Leute zeigten auf einen, der Mustafa heißt. Der sei es gewesen.

Der Junge reagierte patzig. Es stellte sich heraus, dass er für die Polizei kein Unbekannter war, als „Mehrfachtäter“ taucht er in Akten auf. Er wollte mit den Polizisten nicht reden.

Sie waren nun umringt von Leuten. Jemand verständigte Mustafas Mutter, die Familie lebt nur ein paar Häuser entfernt. Die Polizisten forderten Verstärkung an. So kam eins zum anderen. Mannschaftswagen fuhren vor. Es wurde hässlich.

In der Zusammenfassung eines Polizisten klingt das so: Der älteste Bruder sei hinzugekommen, habe sich eingemischt, sei aus der Rolle gefallen, habe einen Beamten beleidigt. Sollte weggehen. Tat es nicht. Die Polizisten sagten, dass ihnen das jetzt reiche. Hielten ihn fest. Er wehrte sich. Dann kam die Mutter, denn das könne ja nicht sein, dass jetzt dem großen Sohn Schlimmes geschehe. Jamile El-M. wollte ihren Sohn dem Polizeigriff entwinden. Gegen sie wäre beinahe mit Pfefferspray vorgegangen worden.

Jemand machte von der Szene eine Videoaufnahme. Der Film kursierte kurz darauf im Netz und illustrierte Berichte über eine „Straßenschlacht“ und einen Mob von 70 Personen, dem die Beamten gegenübergestanden hätten. „Haut ab, das ist unsere Straße“, soll die Menge skandiert haben, berichtete die Polizei später. Der Soldiner Kiez, der 15 Jahre zuvor schon einmal als krimineller Brennpunkt gegolten hatte, war plötzlich wieder zu Berlins schlimmstem Viertel geworden. Die Stadt mochte sich wandeln, an manchen Orten rasant, aber an manch anderen, den armen, eben nicht. Es war eine Geschichte vom Wedding, auf der Spannung lag wie auf einem Elektrozaun.

Die Geschichte ging dann noch weiter. Sie ließ Yousef Ayoub, einen 32-jährigen Sozialarbeiter, von dem Vorfall erfahren und sie ließ ihn zum Telefonhörer greifen.

"Wir probieren hier etwas aus", sagt der Hauptkommissar.

Kurz darauf saß Jamile El-M. in der Wache Pankstraße, Abschnitt 36, vierter Stock, an einem Tisch mit bunter Decke. Und ihr gegenüber nahm ein Mann Platz mit breitem Brustkorb und vielen Sternen auf der Schulter. Carsten Prenzel, Jahrgang 1965. In seinen Zuständigkeitsbereich fällt der Soldiner Kiez. Die Frau habe immer noch „sehr theatralisch“ reagiert, erzählt der Erste Hauptkommissar. Sie schilderte, was vorgefallen war, aus ihrer Sicht. Er hörte zu. Das sei nicht einfach gewesen, sagt er, „speziell“ sei diese Sicht, bei der man mit nichts einverstanden sei, wenn es um die eigene Familie gehe. Da habe er ihr „die gültigen Rechtsnormen verdeutlicht“.

Polizisten reden manchmal so. Als ginge es nicht um sie. Als sei es nichts Persönliches. Dabei steckt Carsten Prenzel längst viel zu tief in einem Experiment, das unter seinen Kollegen auch auf Skepsis stößt. Wie könne er mit denen reden, die sich strafbar gemacht haben und jetzt die Härte des Gesetzes zu spüren bekämen? „Wir probieren hier etwas aus“, sagt Prenzel, „in der Hoffnung, etwas erreichen zu können.“

Prenzel kannte den 21-jährigen Kamal El-M., der an jenem Augusttag auf den Boden gedrückt und festgenommen wurde. Wenn es ein anderer Junge aus dem Viertel im selben Alter gewesen wäre, hätte er ihn wahrscheinlich auch gekannt. Und das hat mit Yousef Ayoub zu tun. Der saß 2009 an demselben bunt gemusterten Besprechungszimmertisch, und ihm gegenüber wartete Prenzel darauf, was der junge Mann ihm wohl mitzuteilen hätte. Ayoub sagte sinngemäß, dass es so nicht weitergehen könne, was Prenzel schon längst fand.

Er musste sich nur an einen eskalierten Silvestereinsatz im Soldiner Kiez erinnern und die Gerichtstermine, die auf den Tumult folgten. Das Verhalten der Beschuldigten im Gerichtsgebäude sei so vulgär und beleidigend gewesen, dass Prenzel fassungslos war. Bei einem Verhandlungstag schrieben sie sieben Strafanzeigen. Die Jugendlichen provozierten insbesondere die Polizeibeamtinnen mit obszönen Äußerungen und Gesten. Prenzel beunruhigte dieses Verhalten. Es würde so weitergehen, ohne dass er oder seine Kollegen sich dem würden entziehen können. „Irgendwo müssen wir ansetzen“, dachte er, „um mit ein paar Leuten in einen Dialog einzutreten.“

Aber mit wem? Da war niemand.

Bis eines schönen Samstagvormittags Yousef Ayoub die Wache betrat. Prenzel hatte keinen Bürostress, wie er sich erinnert, also: Zeit. Was der junge Mann dem Polizisten, Typ gutmütiger Riese, erzählte, dass er die Anfeindungen und die Eskalation leid sei, war schon mal eine Grundlage. Prenzel fragte: „Wie stellen Sie sich das vor?“ Ayoub wusste es damals noch nicht genau. Er hatte bloß eine Vorstellung davon, was den Jugendlichen fehlte. Zu Hause hörten sie, dass sie friedlich sein sollten, aber diese Worte klangen hohl. Denn die Eltern forderten zwar, wollten dieses und jenes, aber waren selbst kaum präsent.

„Gemeinsames Erleben, daran scheitert es oft“, sagt Ayoub, feingeschnittenes Gesicht, schwarzer Bart, eine Umhängetasche über der Schulter. Die einzige Art Erlebnis, die ein Jugendlicher kannte, war Krach mit der Polizei. Die auftauchen zu sehen, bedeutete Stress. Polizisten sprangen schwer bewehrt aus Mannschaftswagen, stürmten auf Kinder zu. Die Situation wurde mit ihrem Eintreffen jedes Mal schlimmer, als sie es vorher schon gewesen war.

Problemkind. Yousef Ayoub wuchs im Kiez auf, ist heute Erzieher.
Problemkind. Yousef Ayoub wuchs im Kiez auf, ist heute Erzieher.Foto: Thilo Rückeis

Ayoub, der im Soldiner Kiez mit sieben Geschwistern aufwuchs, hatte dieses Migrantenkindergefühl: „Ich bin anders, weil man mich anders behandelt.“ In der Schule kam er nicht mit, führte ein Leben fortgesetzter Misserfolge. Nur weil seine Lehrer den stillen Jungen nicht aufgaben, wurde er schließlich Erzieher. Und er entdeckte, dass das, was den Jugendlichen fehlte, auch die Polizisten nicht kannten: gemeinsame Erlebnisse.

Nach dem Treffen mit Prenzel baute Ayoub ein Netzwerk auf, in das er immer mehr örtliche Einrichtungen einbezog. Den Jugendklub Soko, Moscheen, Kirchen, Schulen, die Flüchtlingsunterkunft. Insgesamt 17 Institutionen sollten miteinander und mit der Polizei in Aktion treten. Der Abschnitt 36 schloss sogar einen „Kooperationsvertrag“ mit ihm. Das hatten die auch noch nie gemacht.

An einem regnerischen Herbsttag steht er in einer zur Fußballarena umgebauten Weddinger Montagehalle zwischen zwei Dutzend Jugendlichen und erklärt die Regeln. Es fallen Worte wie „Gewaltprävention“. Er redet dabei leise, so dass die ihn Umringenden sich wie Magnetspäne mit jeder Faser nach ihm ausrichten. Geht vorsichtig miteinander um, sagt er. Achtet darauf, dass das Spiel, sollte jemand fallen, unterbrochen wird.

Die Spielstände bei diesem abendlichen Turnier werden von zwei Polizisten notiert. Sie stehen in Uniform an der Bande, werfen den Spielern verschiedenfarbige Leibchen zu. Einen Schiedsrichter gibt es nicht.

Für die Kinder ist der Dienstagstermin eine feste Einrichtung. Wenn der alte Mannschaftswagen mit den vergitterten Scheiben auf den Bürgersteig vor dem Jugendzentrum Soko rumpelt, stehen sie schon ungeduldig bereit. Um einzusteigen. Die Polizei übernimmt den Shuttle-Service zur Sporthalle.

„Darf ich vorne sitzen?“, fragt der zwölfjährige Mohammed, einen Ball unterm Arm.

„Na klar“, sagt der Fahrer, Herr Friese, „schnall dich an.“

„Dürfen Sie parken, wo Sie wollen? Dürfen Sie weiterfahren, wenn alle anderen halten?“

„Ich muss mich schon an die Straßenverkehrsordnung halten.“

„Wo geht das Blaulicht an?“

Das erlebt Herr Friese immer wieder, dass sich eines der Kinder neben ihn auf den Beifahrersitz pflanzt und gar nicht mehr aufhören will, Fragen zu stellen.

Sie gehen zusammen Bowling spielen, oder irgendwo wird ein Grill angeworfen. Kamal El-M. war auch unter den Jugendlichen, die Kommissar Carsten Prenzel im Jugendklub Soko kennenlernte. Vier Jahre ist das her. Jamile El-M. erzählt, dass ihre Kinder an den Ausflügen mit der Polizei teilnehmen sollten, um Ängste abzubauen. Doch was bringt präventive Arbeit, wenn das gewonnene Vertrauen auf der Straße so schnell zerrinnt? Es kann doch in Konfliktsituationen nicht alles vom Zufall abhängen. Davon, dass ein Beamter einen Jugendlichen schon mal beim Sport getroffen hat.

80 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben einen Migrationshintergrund

Streetworker Mesut hält deshalb wenig davon, mit der Polizei zu kooperieren. Es würde die Vertrauensbasis zerstören, die er zu seiner Klientel aufbaut. Er ist im Soldiner Kiez für Gangway tätig. Die Jugendlichen, denen er bei Konflikten mit dem Gesetz beisteht, seien „keine Engel“, sagt er. Für viele Elfjährige sei es nicht ungewöhnlich, an Einbrüchen teilzunehmen. „Ein dickes Auto ist geil, drei Frauen haben ist geil“, so fasst Mesut die Ideale seiner Jungs zusammen. Sie kämen dann allerdings oft zu ihm mit einem Brief vom Gericht, dessen Sprache sie nicht verstünden. „Das meiste könnte verhindert werden, wenn es nicht so viele Gelegenheiten gäbe“, sagt er. Es ist der klassische sozialpädagogische Ansatz.

Der Soldiner Kiez galt lange als Durchgangsviertel. Wer neu war in der Stadt, suchte sich hier eine Wohnung, weil sie billig war, und zog weiter, sobald er es sich leisten konnte. Doch viele türkische und arabische Familien blieben auch wegen der großräumigen Wohnungen. Mehr als 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben heute einen Migrationshintergrund. Die Gegend zählt im Berliner Sozialatlas zu den ärmsten der Stadt mit „sehr niedrigem Status und stabiler Dynamik“, was bedeutet: an der Armut ändert sich nichts. Während die Zahl der Polizeieinsätze auf einem hohen Niveau rückläufig ist (von 2013 bis 2015 um 14 Prozent), nimmt die Zahl der angezeigten Delikte zu (um elf Prozent), vor allem zu Ladendiebstählen, Betrügereien und Körperverletzungen kommt es im Schnitt viermal pro Tag. Jeder Einwohner hat statistisch weniger als 1,5 Zimmer zur Verfügung, die Küche mit eingerechnet.

Mit ihren zahlreichen Kindern lebt Familie El-M. in einem schmucklosen Sozialbau. Verwinkelter Flur mit vielen Schuhen, großer Esstisch, Sofaecke. Jamile El-M. ist eine ernste, stolze Frau, das Kopftuch streng gebunden, mit kleinen, funkelnden Brillanten besetzt. Das Wort „Großfamilie“, mit dem die El-M.s in Presseberichten charakterisiert wurden, empört sie. Um einen Klan handelt es sich bei ihnen nicht. Ihr Ärger an jenem Tag im August war der Zorn einer Mutter. „Sie konnten meinen Sohn doch nicht einfach so mitnehmen, ohne dass ich es wusste“, sagt sie.

Kamal, ihr Ältester, sitzt daneben auf einem Sessel, mit seinem Smartphone beschäftigt. Rührt sich nicht.

Der ganze Krawall nur wegen der Sorgen einer Mutter?

„Ich musste doch wissen, was los war.“ Als sie den Spielplatz erreichte, sah sie ihren Sohn von vier Polizisten umringt und sagte: „Ihr schon wieder.“ Das kam nicht gut an. Am Vortag war Mustafa schon einmal von der Polizei mitgenommen worden, ohne dass die Mutter den Grund je erfahren hätte. Und jetzt sollte das abermals geschehen? „Ich habe viele Fragen gestellt, aber keine Antworten bekommen. Ich dachte, dass die Polizei meine Fragen beantworten müsste.“

Dazu müsse man wissen, sagt Kommissar Prenzel: Die Überprüfung auf dem Spielplatz fand um kurz vor 20 Uhr statt. Der Ort ist im vergangenen Jahr neu gestaltet worden und liegt an der Kreuzung, die das Herz des Soldiner Kiezes bildet. Koloniestraße Ecke Soldiner Straße. Zu der Stunde im Hochsommer, Ferienzeit, ist der Spielplatz stark frequentiert. Da halten sich nicht nur Kinder auf, sondern sämtliche Jugendliche, die aus dem Jugendclub strömen, der um die Uhrzeit schließt. Die hängen dort ab, um auf die Jüngeren aufzupassen. Es sind die Familien da, die den Abend im Freien genießen, bevor zu Hause das Essen fertig ist. Und ein paar Trinker gibt es auch. Diese Arena hatten die Polizeibeamten betreten.

Mustafa El-M. war schon zu oft in Schwierigkeiten verstrickt gewesen, als dass von den Umstehenden nicht einige ihren Senf hätten dazugeben müssen. Sie quatschten dazwischen, störten die Befragung.

„Es sind immer dieselben Kinder, die Mustafa verpetzen“, sagt Jamile El-M. „Weil er mutig ist.“

Es gibt andere, die von „geistigen Defiziten“ des Jungen reden. Er wird vom Jugendamt umfänglich betreut. Integrationsstatus, verzögerte Sprachentwicklung. Ist der Tumult also nur ausgebrochen, weil ein schwieriges Kind zu irrationalen Reaktionen neigt und eine Mutter sich schlecht informiert fühlte?

„Wenn es um Kinder geht, bin ich dabei“, sagt Jamile El-M. an ihrem Esstisch und streicht eine Ecke ihres Kopftuchs zurück. Seit vier Jahren engagiert sie sich im Quartiersmanagement, und in der Schule ihrer Kinder ist sie Elternsprecherin. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Frau ihr in bürgerschaftlichen Aktivitäten gewonnenes Selbstvertrauen in die Auseinandersetzung mit staatlichen Autoritäten trägt.

Mit Mustafa geht sie zu einem Psychologen, damit das Geschehene verarbeitet werde, erzählt sie. Er solle wieder Vertrauen fassen. Ihres ist zerrüttet.

Gute präventive Arbeit ist nicht messbar.

In der Führungsetage des Abschnitts 36 scheint der Zweifel ebenfalls größer zu werden. Es wird eine Reduzierung der Aktivitäten fürs Netzwerk erwogen. Sie bänden zu viel Personal, heißt es. Ertrag und Aufwand stünden in keinem Verhältnis. Die negative Berichterstattung zeige es. Außerdem soll die interne Ermittlung prüfen, ob die Polizei Vorteile von Adidas annehme, wenn sie in der Fußballhalle des Sportartikelherstellers aktiv ist. Und der Versicherungsschutz sei ungeklärt. Soll das Experiment gestoppt werden?

Einer, der davon gar nichts hielte, zieht sich an einem regnerischen Novembertag die Dienstmütze tief ins Gesicht und stiefelt Richtung Soldiner Straße. In seiner Brusttasche stecken Briefe vom Gericht, die er übergeben will. Bernd Wölke, 57 Jahre alt, ist Kontaktbereichsbeamter im Soldiner Kiez. Er war davor einige Jahre als Zivilpolizist, Schwerpunkt Drogendelikte, in der Gegend unterwegs. Seine Leute und er, sie hätten die Gegend damals ziemlich gut in den Griff bekommen. Gute präventive Arbeit sei nicht messbar, sagt er.

Ihre Effizienz sieht für ihn so aus: Seit es sie gibt, habe sich das Verhalten der Jugendlichen verändert. Die wollten jetzt zuerst immer wissen, ob er diesen oder jenen Kollegen kenne, sie würden die nämlich auch kennen. Klar kenne er den, sagt er dann – und schon kühle sich die Situation wieder ab. „Die Jungs leeren bereitwillig ihre Taschen. Rücken ihre Messer heraus, die sie nicht bei sich tragen dürfen“, sagt Wölke. „Ich konnte mir manche Schlacht um den Drogenbeutel ersparen. Die Jungs wissen heute, dass Weglaufen zwecklos ist. Aber das sieht niemand.“

Zwei Tage nach dem Vorfall, so berichtet es Ayoub, habe Mustafa El-M. bereits wieder an einer Netzwerk-Aktion teilgenommen und einen Polizisten umarmt.

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