Zahlen, Daten, Fakten zur Pflege : Schon jetzt fehlen 30 000 Fachkräfte

Immer mehr Menschen in Deutschland sind auf Pflege angewiesen. Das Gesundheitssystem ist schon jetzt völlig überlastet.

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Eine 93-jährige, pflegebedürftige Frau demonstriert in Nürnberg für bessere Arbeitsbedingungen des Personals.
Eine 93-jährige, pflegebedürftige Frau demonstriert in Nürnberg für bessere Arbeitsbedingungen des Personals.Foto: dpa

Mehr als zweieinhalb Millionen Bundesbürger sind derzeit auf Pflege angewiesen. Eine Prognose des Statistischen Bundesamtes geht davon aus, dass die Zahl bis 2030 auf rund 3,4 Millionen steigen wird, bis 2050 sogar auf 4,5 Millionen. Den Grund dafür sieht das Bundesfamilienministerium in der demografischen Entwicklung und insbesondere der steigenden Lebenserwartung. Sie beträgt zurzeit bei Frauen etwa 81 Jahre und bei Männern etwa 75 Jahre.

Alt und älter

Bis zum Jahr 2050 wird mit einer weiteren Zunahme der Lebenserwartung in Deutschland um rund sechs Jahre gerechnet.

Zwischen dem 60. und 80. Lebensjahr sind etwa 4,2 Prozent der Menschen pflegebedürftig, mit über 80 Jahren sind es schon 28,8 Prozent. In etwa 35 Jahren könnten bis zu 9,1 Millionen Menschen zu dieser Altersgruppe zählen.

Vorbereitet ist Deutschland auf diesen Anstieg nicht: Schon heute fehlen in der Altenpflege rund 30 000 Fachkräfte.

Pflegegrund Demenz

Seit 1967 wird am 12. Mai der internationale „Tag der Pflege“ begangen. Es ist der Geburtstag der Britin Florence Nightingale, der Begründerin der systematischen Krankenpflege.

Demenz ist eine der Hauptursachen von Pflegebedürftigkeit. Sie ist in den meisten Fällen irreversibel und wird mit der Zeit schlimmer. Mehr als 70 Prozent aller Pflegefälle werden zu Hause versorgt oder mit Hilfe eines ambulanten Dienstes. Rund ein Drittel der Betroffenen wird in Heimen betreut.

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