START-UP des Tages : Humly

Bis zu zehn Jahren kann es dauern, bis jemand mit psychischen Problemen einen Arzt aufsucht. Die Lifestyle-App „Humly“ will sie mit Selbsthilfeübungen unterstützen.

von
Jungunternehmer Philipp Joas hat schon Erfahrungen in mehreren Start-ups gesammelt.
Jungunternehmer Philipp Joas hat schon Erfahrungen in mehreren Start-ups gesammelt.Foto: Promo


Die App „Humly“ bietet therapiebegleitende Selbsthilfekurse für Menschen mit psychischen Problemen. Über die App werden personalisierte Kurse angeboten, die bei Bedarf sogar durch Gespräche mit einem Coach ergänzt werden können. Dafür werden monatlich 49 Euro fällig, wer nur die Selbsthilfeübungen bearbeiten möchte, zahlt neun Euro im Monat. Zu Beginn füllt der Kunde einen Fragebogen aus, in dem Informationen über seine Persönlichkeit und die Symptomatik seines Problems abgefragt werden. Die Idee dazu kam Philipp Joas nach der Gründung seines ersten Start-ups „eWings“. „Ich habe mich damals sehr stark mit den Themen Motivation, Coaching, Stressbewältigung und Selbstoptimierung beschäftigt“, sagt der 29-Jährige, der „Humly“ gemeinsam mit Gesa Schramme, Arne Wolters und Jonathan Holloway gründete. „Schätzungsweise 18 Millionen Menschen haben eine psychische Erkrankung. Studien zufolge werden allerdings nur zehn Prozent angemessen versorgt", sagt Joas. Außerdem bestehe bei Menschen, die eine psychische Erkrankung haben eine große Hemmschwelle, sich in Behandlung zu begeben. Die App setzt hier an. Alle genannten Angebote sind kein Ersatz für eine echte Therapie – es handelt sich um eine Lifestyle-App. Doch sie könnte durchaus Menschen helfen.

Chef: Philipp Joas (29)

Branche: Handel/Dienstleistung

Mitarbeiter: 13

Gründungsjahr: 2016

Internet: www.humly.de

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben