Kein Strom? : Was sollte ich immer im Haus haben?

Wenn der Strom wegbleibt, wird das gewohnte Leben schwierig. Was man braucht, um Katastrophen zu überstehen.

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Kochen ohne Strom: Ein Camping-Kocher macht's möglich.
Kochen ohne Strom: Ein Camping-Kocher macht's möglich.Foto: Manfred Thomas

Stromausfälle sind selten. Zum Glück. Denn kaum jemand ist darauf vorbereitet, tagelang ohne Strom auszukommen. Meist fehlt es schon am nötigsten.

Um Durchsagen und Informationen empfangen zu können, sollten Sie auf jeden Fall ein batteriebetriebenes Radio zu Hause haben. Das allein reicht aber nicht, warnen Katastrophenschützer. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt jedem „eine solide Grundlage“ für mögliche Notfälle. Denn wenn der Strom ausfällt, funktionieren alle netzbetriebenen Geräte nicht mehr. Dazu zählen Wecker, Warmwasserbereiter, Radio, Licht, Herd, Telefon, Computer, Aufzüge oder Geldautomaten. Durch den Wegfall elektronischer Geräte ist auch der Zugriff auf viele Dokumente schwierig. Aber eine Dokumentenmappe mit wichtigen ausgedruckten Unterlagen sollte man ohnehin sicher lagern, raten die Experten.

Im Haus sollte man genug Lebensmittelvorräte, Medikamente sowie Bargeld haben, um die Familie für drei bis vier Tage zu versorgen. Sinnvoll sind nach Meinung der Experten auch Camping-Kocher, um im Fall eines Stromausfalls Speisen, Getränke und Wasser erwärmen zu können. Denken Sie auch an Kerzen, Streichhölzer, Feuerzeuge, Taschenlampe und Batterien, um im Blackout nicht im Dunklen zu sitzen. Heizgelegenheiten, warme Decken, Brennstoffe helfen, im Winter vor Unterkühlungen zu schützen.

Besonders wichtig ist nach Meinung der Behörde ein ausreichender Vorrat an Lebensmitteln, vor allem, wenn die Notlage länger andauert: Mindestens 24 Liter Wasser pro Person sind nötig, um sich 14 Tage lang zu ernähren, rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Neben Trinkwasser soll das Wasser auch zum Kochen von Nahrung verwendet werden. Weil bei einem Stromausfall Tiefkühlprodukte nur noch begrenzt haltbar sind, sollte man sich auch mit haltbaren Lebensmitteln eindecken: Knäckebrot, Zwieback, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Konserven, Obst, Trockenobst, 3,7 Kilogramm H-Milch und Milchprodukte (Hartkäse), 1,7 Kilogramm Fisch, Fleisch, Eier, haltbare Konserven, 0,5 Kilogramm Fette und Öle sowie Zucker, Süßstoff, Salz, Kekse, Marmelade, Honig, Trockenprodukte oder Fertigsuppen gehören in den Vorratskeller.

Auch an Medikamente muss man denken, warnt das BBK. Verbandsmaterial, individuell nötige Medikamente, Schmerzmittel, Fieberthermometer, Mittel gegen Durchfall und Erkältungen sind sinnvoll, auch Desinfektionsmittel, Pinzetten oder Scheren gehören in den Medikamentenschrank. Und weil das Leben auch bei einem Stromausfall weitergeht, sollte man nicht zuletzt an Kleinigkeiten denken: Seife, Waschmittel, Mundpflegeartikel, Haushaltspapier oder Toilettenpapier. Denn wenn das Klopapier knapp wird, wird das Leben wirklich schwierig.