Neu in Berlin : 15 Überlebenstipps für Touristen und Neuberliner

Kann man Billig-Döner essen? Und was ist der Alex? Sind Sie neu in der Stadt? Dann lesen Sie hier, wie Sie den Alltag in Berlin überstehen.

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Zärtliche Annäherung. Pantomime-Künstler des Pilotprojekts "fair.kiez" an der Warschauer Straße in Friedrichshain im Einsatz.
Zärtliche Annäherung. Pantomime-Künstler des Pilotprojekts "fair.kiez" an der Warschauer Straße in Friedrichshain im Einsatz.Foto: dpa / Jörg Carstensen

Die Berliner fahren in die Ferien, stattdessen übernehmen die Touristen die Stadt. Sie kommen aus aller Welt – manche lernen Berlin dabei so sehr lieben, dass sie wiederkommen, um zu bleiben. Um rund 40 000 neue Einwohner wächst die Hauptstadt jedes Jahr. Der Tagesspiegel heißt sie willkommen – mit dem Magazin „Neu in Berlin & Potsdam“. Auf 260 Seiten zeigen wir, wie sich die Hauptstadtregion entwickelt und geben Empfehlungen, wie Neuberliner schnell heimisch werden können. Als Kostprobe hier ein paar wichtige Tipps, um mit einigen Besonderheiten der Stadt und ihrer Bewohner klarzukommen.

1. Vorsicht in der Happy Hour: Trinken Sie nie das erste Bier des Tages aus dem Zapfhahn. Berlins Gesundheitsämter sind chronisch unterbesetzt.

2. Döner macht schöner, zum Preis von unter zwei Euro dient er als nachwachsender Rohstoff – für Pickel.

3. Vermeiden Sie Gewalt vor dem Frühstück. Fragen Sie beim Bäcker nach Schrippen, wenn Ihnen nach Brötchen, Semmeln oder Weckle ist.

4. Stellen Sie schwäbelnden Kreuzbergern nicht die Frage: Ach, sind Sie auch neu in Berlin?

5. Ihre neue Wohnung liegt direkt über einer Kneipe. Für Lärmbelästigung ist das Umweltamt zuständig – aber da schlafen nachts alle. Stören Sie nicht die Polizei, die hat Wichtigeres zu tun! Schnarchen Sie einfach lauter als das Partyvolk feiern kann.

6. Versuchen Sie nicht, einen Berliner zu beleidigen. Sie ziehen sowieso den Kürzeren.

7. Es ist kein Vergehen, schon bei Gelb zu bremsen. Aber bringen Sie es dem Autofahrer, der Ihnen gerade hinten reingerauscht ist, schonend bei.

8. Auf Berlins Straßen ist kein schnelles Geld zu machen: Sie werden nie erraten, unter welcher Schachtel die Kugel ist.

9. Bleiben Sie mit Ihrem Auto im fließenden Verkehr auf der linken Spur. Die rechte Fahrspur ist Zweite-Reihe-Parkern vorbehalten. Und einfädeln lässt Sie sowieso keiner.

10. Die Frage, wie lange es dauert, bis Sie Berliner sind, beantwortet der Berliner Comedian Fil mit der Gegenfrage: Wie lange muss ein Huhn durch den Wald laufen, bis es ein Fuchs wird?

11. Rufen Sie am Rosenmontag niemals Helau oder Alaaf. Berliner Karnevalisten grüßen mit Heijo – aber 99,94 Prozent der übrigen Narren finden das überhaupt nicht lustig.

12. Sie können den Einzelfahrschein im BVG-Bus auch mit großen Scheinen bezahlen. Aber bevor der Busfahrer „Sehickauswienewechselstube?“ raunzt, sagen Sie schnell: Der Rest ist für Sie!

13. Auf unseren Gehsteigen liegt kein Teppichboden. Wenn Sie weich auftreten, sind Sie auf den Hund gekommen.

14. Die freundlichen Dienstleister, die Ihnen an der Ampel Schaumherzen auf die Windschutzscheibe malen, sind nicht vom ADAC.

15. Der Alex ist nicht der Turm, sondern der Platz.

Die Tipps sind dem gerade erschienenen Tagesspiegel-Magazin „Neu in Berlin & Potsdam“ entnommen. Zusammengestellt hat sie Stephan Wiehler.

Das Tagesspiegel- Magazin „Neu in Berlin und Potsdam“ ist erhältlich für 8,50 € im Zeitschriftenhandel – oder versandkostenfrei bestellen unter tagesspiegel.de/

neu-in-berlin sowie telefonisch: 29021-520.

Mehr zum Thema: Umziehen nach Berlin, finden Sie hier.

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