Diskussion zur Rolle der Malerei im Tagesspiegel : Painting Forever!

Was hat uns die Malerei in Zeiten der Bilderflut noch zu sagen? Der Tagesspiegel lädt zur Diskussion mit Kuratoren der Gemeinschaftsausstellung "Painting Forever" und dem Künstler Michael Kunze

Dame mit Hut: Ein Bild des Malers Ben Cottrell aus der Ausstellung "Painting forever".
Dame mit Hut: Ein Bild des Malers Ben Cottrell aus der Ausstellung "Painting forever".Foto: Ulrich Paffrath

Immer wieder wird sie totgesagt, und doch kehrt sie wieder: die Malerei. Geradezu triumphal tritt sie in diesen Tagen in Berlin auf: Mit der Gemeinschaftsausstellung in vier großen Berliner Kunsthäusern, die gestern im Rahmen der Art Week Berlin eröffnet wurde. Neue Nationalgalerie, Berlinische Galerie, Kunst-Werke und Deutsche-Bank-Kunsthalle, alle präsentieren sie Gegenwartsmalerei – jedes Mal anders, jedes Mal interessant, jedes Mal diskutierenswert. Ein schlauer Kopf mit Sinn für Ironie gab der Viererausstellung den Titel „Painting Forever!“ in Anspielung auf den immer wieder herbeigeredeten Tod der Malerei und deren unverdrossene Wiederkehr.

Was kann Malerei uns noch sagen in Zeiten der Bilderflut? Was macht sie einmalig und damit unvergänglich? Und warum muss sie immer wieder neu entdeckt werden? Um diese Fragen zu diskutieren, lädt der Tagesspiegel die Kuratoren der vier Ausstellungen aufs Podium und mit ihnen einen Künstler, der gleich an zwei Orten zu sehen ist. Michael Kunze ist den Tagesspiegel-Lesern bereits durch einen Titel der „Mehr Berlin“-Beilage bekannt, die eines seiner riesigen, sinistren, szenischen Gemälde abdruckte. Kunst-Redakteurin Nicola Kuhn wird die Veranstaltung moderieren.

Udo Kittelmann, Direktor der Neuen Nationalgalerie, hatte als Erster die Idee, Malerei zu zeigen. Die Tatsache, dass auf den Kunstmessen und in den Auktionen das klassische Genre die größte Rolle spielt, aber in den Institutionen kaum zu sehen ist, hatte ihn stutzig gemacht. Seine Kollegen konnten dieses Defizit nur bestätigen – und das ausgerechnet in Berlin, wo es so viele Maler gibt.

Kittelmann zeigt nun im Mies-van-der- Rohe-Bau unter dem Titel „Bube Dame König Ass“ ein Malerquartett, zu dem auch Michael Kunze gehört. Mit einem Werk ist Kunze auch in den Kunst-Werken vertreten, wo Ellen Blumenstein unter dem Titel „Keilrahmen“ Bilder von 74 Künstlern präsentiert. Dagegen hat sich Thomas Köhler in der Berlinischen Galerie auf eine Einzelposition konzentriert. Franz Ackermann gestaltete die große Ausstellungshalle seines Museums zu einem einzigen großen Bild. Die vierte Variante bringt Eva Scharrer ein, die in der Deutschen-Bank-Kunsthalle vier Malerinnen vorstellt, eine Gegenoffensive zur rein männlichen Besetzung im Mies-van-der-Rohe-Bau. Alle vier Ausstellungen zeigen, wie vielfältig die malerische Produktion in Berlin ist. Einige Bilder werden, wenn auch nur als Projektion, beim Tagesspiegel-Salon zu sehen sein und einen Eindruck vermitteln, warum die Malerei heute und „forever“ so viel Diskussionsstoff bietet. Tsp

Dienstag, 29. Oktober 2013, Beginn 19 Uhr, Eintritt inklusive Sekt und Snack 14 Euro. Anmeldung und Informationen unter Tel. 29021-520 und hier.

Aktuelle Veranstaltungen im Tagesspiegel


  • 11. Oktober: Zeitung im Salon

    Tilmann Warnecke, Nadine Lange, Björn Seeling, Anja Kühne: "Heteros fragen, Homos antworten". Beginn: 19 Uhr


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  • 17. Oktober: Zeitung im Salon

    Peter Becker stellt seinen Roman "Celeste" vor. Beginn: 19 Uhr


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  • 7. November: Zeitung im Salon

    Matthias Meisner und weitere Autoren: "Unter Sachsen". Beginn: 19 Uhr


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