Der Tagesspiegel : Tierseuchen: Ministerium: Keine Seuchengefahr

Ein Ausbruch von Maul- und Klauenseuche in Brandenburg durch importierte Schweine und Schafe wird vom Potsdamer Agrarministerium nahezu ausgeschlossen. Bei allen aus England in die Mark importierten Schweine gebe es keinen Hinweis auf eine Infizierung mit der Seuche, sagte Ministeriumssprecher Jens-Uwe Schade in Potsdam. In den letzten acht Wochen seien auch keine Schafe aus England nach Brandenburg eingeführt worden.

Tagesspiegel Online Spezial:
www.tagesspiegel.de/bse

Die aus England stammenden Schweine stünden teils schon seit Januar in den Mastanlagen, hieß es aus dem Ministerium. Mediziner gehen davon aus, dass die Maul- und Klauenseuche binnen drei Tagen ausbricht, spätestens nach zehn Tagen auftritt. Kein Tier hat aber nach Erkenntnissen der Behörden Krankheitsanzeichen. Auch die im Februar importierten Schweine hätten diese Inkubationszeit überstanden, sagte Schade.

Überprüfungen hätten ferner ergeben, dass die Schweine nicht aus britischen Maul- und Klauenseuchen-Beständen stammten. Aus Drittländern bezogene Schweine kämen auch definitiv nicht aus England, betonte der Sprecher. Dies hätten Nachforschungen einwandfrei ergeben. In fünf Brandenburger Betrieben stehen nach Angaben des Ministeriums 1441 aus England bezogene Schweine.

Anträge für Schlachtprogramm

Brandenburger Rinderzüchter können jetzt Anträge für das EU-Schlachtprogramm wegen der BSE-Krise einreichen. Das Land habe eine Quote für 6000 Rinder, teilte das Agrarministerium mit. In Brandenburg sind den Angaben zufolge seit Jahresbeginn 5682 Rinder auf BSE getestet worden. Bis auf den Fall in Hertefeld (Havelland) seien alle Tests negativ gewesen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben