Der Tagesspiegel : Tod trotz Millionenspritzen

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Seit seiner Wahl 1990 wollte Manfred Stolpe die wenigen industriellen „Leuchttürme“ aus DDRZeiten erhalten. Selbst dann, wenn wie beim früheren Chemiefaserwerk Premnitz die wirtschaftlichen Voraussetzungen nicht gegeben waren. So hielt Stolpe den krisengeschüttelten Standort mit Millionenspritzen aus der Staatskasse künstlich am Leben. Insgesamt flossen rund 430 Millionen Euro nach Premnitz, trotz Warnungen zum Beispiel der früheren Finanzministerin Wilma Simon (SPD). 2003 meldete die Prefil GmbH schließlich Insolvenz an, nachdem Stolpes Nachfolger Matthias Platzeck weitere Millionen-Hilfen abgelehnt hatte. Stolpe verteidigt seine Subventions-Politik bis heute und verweist auf gelungene Beispiele.

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