Todesfall Prinzessin Diana : Dodis Vater glaubt an Mordkomplott

Bei der Untersuchung des Unfalltods von Prinzessin Diana und Dodi Al Fayed in London ist erstmals Dodis Vater, Mohamed Fayed, als Zeuge aufgetreten. Er kämpft für eine Aufklärung der tatsächlichen Umstände des tragischen Falls.

Mohamed Al Fayed
Mohammed Al Fayed will endlich Klarheit über die Todesumstände seines Sohnes. -Foto: afp

LondonFür diesen Moment hat er zehn Jahre gekämpft, sagte Dodis Vater vor Betreten des Gerichts. Er will herausfinden, was bei dem tödlichen Unfall im August 1997 in Paris geschehen ist. "Mit Gottes Hilfe hoffe ich, dass die Wahrheit ans Licht kommt", erklärt der Vater des verunglückten Geliebten von Prinzessin Diana. Fayed glaubt, dass Dodi und Diana einem Mordkomplott des Königshauses und des britischen Geheimdienstes zum Opfer fielen, weil die Royals keinen muslimischen Schwiegersohn haben wollten. Für diese These gab es bisher in unzähligen Untersuchungen aber keine Beweise.

Eine britische und eine französische Untersuchung waren übereinstimmend zu dem Ergebnis gekommen, dass der Fahrer für den Tod Dianas und Fayeds verantwortlich war, weil er getrunken hatte und zu schnell fuhr. Bei dem Chauffeur Henri Paul, der den Unfall ebenfalls nicht überlebte, wurde ein hoher Blutalkoholwert festgestellt. Das Londoner Gericht, vor dem nun Dodis Vater aussagt, soll den Tod der Prinzessin nochmals untersuchen. Obwohl es in dem seit dem 2. Oktober andauernden Verfahren Geschworene gibt, ist es kein richtiger Prozess: So gibt es weder Angeklagte noch ein Urteil.

Butler hat gelogen

Ein weiterer Aspekt sorgt bei den Untersuchungen des Falls für Verwirrung: Der frühere Butler von Prinzessin Diana, Paul Burrell, hat einem Zeitungsbericht zufolge vor Gericht nicht die ganze Wahrheit gesagt. Nach Angaben der "Sun" soll er unter anderem Details einer wichtigen Unterhaltung mit Königin Elizabeth II. wenige Monate nach dem tödlichen Unfall von Diana und Dodi Al Fayed verschwiegen haben. Nach Angaben des Blattes könnte der Diana-Vertraute wegen des Meineids angeklagt werden, dann drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. Burrell hatte zu Beginn des Jahres in der Gerichtsuntersuchung zum Tod von Diana und Dodi in London ausgesagt. Er hatte unter anderem erklärt, Diana habe Dodi nie heiraten wollen. (cp/afp/dpa)