Der Tagesspiegel : Tote Soldaten werden umgebettet

-

Frankfurt (Oder) Auf einem Brachgelände am westlichen Stadtrand von Frankfurt (Oder) liegen wie vermutet noch Gebeine toter Wehrmachtssoldaten. Bis Mittwochvormittag wurden bei den am Vortag begonnenen Suchgrabungen Schädel und Knochen von acht Menschen gefunden, wie der Umbetter Erwin Kowalke vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sagte. Sie sollen in der Kriegsgräberstätte auf dem Frankfurter Hauptfriedhof beigesetzt werden. Noch offen sei, wie viele Gebeine im Boden liegen.

Auf dem rund 22 000 Quadratmeter großen Gelände war nach Kriegsende ein Friedhof für ehemalige Soldaten angelegt worden, die auf dem Rücktransport aus sowjetischer Gefangenschaft nach Deutschland oder während ihres Entlassungsaufenthaltes in Frankfurt (Oder) gestorben waren. Mit den jetzigen Funden bestätigten sich die unter anderem auf Zeitzeugenaussagen basierenden Vermutungen, dass bei der Aufhebung der Grabstätte 1973/74 nur ein Teil der Gebeine geborgen worden war, wie Kowalke sagte. Die Grabungen werden nach Angaben der Stadtverwaltung zunächst bis Freitag andauern. Dann solle analysiert werden, ob und wann sie fortgesetzt werden. Die Kosten für die Arbeiten in Höhe von rund 3500 Euro trägt die Stadt. ddp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben