Tour de Suisse : Schleck ist neuer Spitzenreiter

"Ich hatte gute Beine und konnte meinen Rhythmus fahren." Der Luxemburger Frank Schleck vom dänischen Team CSC beeindruckte mit seinem Solo und holte auf dem vierten Tagesabschnitt das Gold-Trikot der 71. Tour de Suisse.

Frank Schleck
Frank Schleck gewinnt nach 167 km die 4. Etappe der Tour de Suisse. -Foto: dpa

MalbunDer Luxemburger Frank Schleck hat am Dienstag mit seinem Etappensieg auf dem vierten Tagesabschnitt das Gold-Trikot der 71. Tour de Suisse erkämpft. Der 27-jährige Profi vom dänischen Team CSC, der im Vorjahr die Tour-Etappe in L'Alpe d'Huez gewonnen hatte, entschied die 162,2 km von Nauders/Österreich nach Malbun in Liechtenstein in 4:20:32 Stunden für sich und löste damit seinen Teamkollegen und Prologsieger Fabian Cancellara als Spitzenreiter ab.

Schleck hatte sich acht Kilometer vor dem Ziel gelöst und behauptete sich vor Wladimir Jefimkin (Russland/32 Sekunden zurück), dem Spanier Jose Angel Gomez Marchante (42), Matteo Carrara (Italien) und seinem Landsmann Kim Kirchen vom T-Mobile-Team (je 48). "Ich hatte gute Beine und konnte meinen Rhythmus fahren. Es hat richtig gut geklappt und war eine gute Vorbereitung auf die Tour de France. Ich freue mich auf die Tour", sagte Schleck, dessen Bruder Andy in diesem Jahr den Giro als Gesamtzweiter beendet hatte. Vor der fünften Etappe über 193 km von Vaduz nach Giubiasco hat Schleck jeweils 49 Sekunden Vorsprung vor Jefimkin und Kim Kirchen.

Ausreißer 19 km vor dem Ziel wieder eingefangen

Lange Zeit bestimmten Kevin de Wert (Belgien) und Arkaitz Duran Aroca (Spanien) das Geschehen an der Spitze. Knapp zehn Minuten betrug der Vorsprung der tapferen Ausreißer, damit wäre de Wert neuer Spitzenreiter geworden. Im Gegensatz zum Vortagessieger Alessandro Proni (Italien) konnte das Duo aber nicht die Früchte seiner Arbeit ernten und wurde nach einem rund 100 Kilometer langen Ausreißversuch 19 km vor dem Ziel wieder eingefangen. Das dänische Team CSC für Cancellara und T-Mobile für den Dritten Kim Kirchen (Luxemburg) sorgten vor allem für die Tempoarbeit der Verfolger.

Die Endphase mit dem Schlussanstieg nach Malbun leitete der Kasache Andrej Misurow vom Astana-Team mit einer Attacke zwölf
Kilometer vor dem Ziel ein. Cancellara konnte das Tempo nicht mitgehen, musste abreißen lassen und verlor mehrere Minuten. Danach beeindruckte der Tagessieger mit seinem Solo. (mit dpa)