Tourismus : Magnet Museumsinsel

Zwölf Millionen Besucher kamen im letzten Jahr in die Berliner Museen – die meisten zum Pergamonaltar.

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Großer Andrang: Das Pergamonmuseum zieht Besucher magisch an. -Foto: Kai-Uwe Heinrich

Es fehlte nicht viel bis zur Millionengrenze. Auf 960 000 Besucher hat es das Pergamonmuseum im Jahr 2006 gebracht und ist damit erneut das Haus mit dem größten Publikumsinteresse in Berlin. Aufgeholt hat das Deutsche Historische Museum, das in diesem Jahr seine Dauerausstellung wiedereröffnete und 904 000 Besucher zählte. Damit machte das Museum im Zeughaus einen großen Satz nach vorn, denn im Jahr zuvor kamen 547 000 Besucher. Insgesamt haben die 120 Berliner Museen im vergangenen Jahr über zwölf Millionen Gäste gezählt nach 11,4 Millionen Besuchern im Jahr zuvor. Zum Vergleich: 1994 waren es 5,7 Millionen Besucher. Die jetzt herausgegebenen Zahlen stammen aus der bundesweiten Museumsstatistik des Instituts für Museumsforschung bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Profitiert vom großen Interesse haben nach der Statistik vor allem zeitgeschichtliche Museen und die Gedenkstätten, die rund 25 Prozent mehr Besucher zählen konnten. Das Haus am Checkpoint Charlie besuchten 860 000 Gäste (850 000 im Vorjahr), das Jüdische Museum 715 000 Gäste (689 000), die Topographie des Terrors 500 000 (395 000). Einen leichten Besucherrückgang verzeichnete hingegen das Deutsche Technikmuseum, das 486 000 Besucher zählte – nach 494 000 im Jahr zuvor.

In der Besucherspitzengruppe finden sich außerdem als Alte Museum mit dem Ägyptischen Museum mit 747 000 Besuchern und die Gemäldegalerie am Kulturforum mit 498 000 Gästen. oew

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