Tragschrauber : Absturz eines fliegerischen Experiments

Brandenburgs Polizei muss künftig ohne Tragschrauber auskommen. Innenminister Speer beendet den Einsatz der Ultraleichtfluggeräte.

Jana Peters
312682_0_aa23a6b8.jpg
Gestoppt. Die Polizei darf künftig nicht mehr mit Tragschraubern abheben. Foto: dpaddp/Pool

Potsdam - Das erklärte der neue Innenminister Rainer Speer (SPD) bei einem Besuch des Potsdamer Polizeipräsidiums am Montag. „Aufwand und Nutzen stehen beim Tragschrauber in keinem vernünftigen Verhältnis“, begründete er seinen Entschluss.

Speers Vorgänger, Jörg Schönbohm (CDU), hatte sich für die zweisitzigen Ultraleichtfluggeräte in Brandenburg als erstem Bundesland überhaupt stark gemacht. Sie sollten Funkstreifenwagen und Hubschrauber, bei denen die Flugstunde 20 Mal teurer ist, ergänzen. Nach einer zweijährigen Testphase entschied sich Schönbohm Anfang des Jahres noch für ihren dauerhaften Einsatz.

Die Tragschrauber wurden bisher samt Piloten von privaten Anbietern gemietet, ein Polizist komplettierte die Besatzung. Die Entscheidung über einen Kauf wollte Schönbohm, der im Herbst in Pension ging, seinem Nachfolger überlassen. Das Innenministerium teilte mit, dass die abschließende Entscheidung über das ganze Projekt in jedem Fall für das Jahresende geplant war. Und die hat Speer nun getroffen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben