Transfermarkt : Hertha will Tunesier Chermiti - Lima soll gehen

Hertha BSC und der Tunesier Amine Chermiti sind sich offenbar über einen Wechsel des Stürmers nach Berlin einig - lediglich der Termin stehe noch nicht fest. Dagegen soll Andre Lima die Berliner so bald wie möglich verlassen - er ist einfach zu teuer.

Chermiti
Chermiti bei einem Länderspiel Tunesiens gegen Sambia. -Foto: AFP

BerlinBei Bundesligist Hertha BSC rückt die Verpflichtung des tunesischen Stürmers Mohamed Amine Chermiti näher. "Alle sind sich einig, beide Klubs und der Spieler. Es geht jetzt nur noch darum, wann Chermiti genau seinen Job in Berlin antreten wird", erklärte Chermitis Berater Carlos Fleischmann der "Berliner Zeitung". Der Berliner Bundesligist wollte die Einigung unterdessen noch nicht bestätigen. "Wir befinden uns weiter in Verhandlungen", erklärte Pressesprecher Hans-Georg Felder.

Der abgebende tunesische Verein Etoile Sportive du Sahel Sousse möchte den 20-Jährigen gern noch im nationalen Pokal-Halbfinale am 28. Juni einsetzen, Hertha besteht aber darauf, das der neue Hoffnungsträger bereits zum Trainingsauftakt am 26. Juni in Berlin ist. Die Ablösesumme für den Stürmer, der in Berlin einen Vier-Jahres-Vertrag erhält, soll bei knapp zwei Millionen Euro liegen.

Lima soll abgeschoben werden

Chermiti wäre nach Marc Stein (Hansa Rostock/ablösefrei), dem Brasilianer Kak (Academica Coimbra/1,9 Millionen Euro) und Maximilian Nicu (Wehen-Wiesbaden/300.000) der vierte Neuzugang in diesem Sommer. Da für die endgültige Verpflichtung des bisher ausgeliehenen Bulgaren Waleri Domowtschijski zudem eine Million Euro an Lewski Sofia fällig geworden war, hat Hertha BSC mit über fünf Millionen Euro bereits mehr als die Hälfte der für diese Saison zur Verfügung stehenden Transfergelder von neun Millionen ausgegeben.

Unbedingt möchten die Berliner daher den bisher enttäuschenden Brasilianer Andre Lima von der Gehaltsliste streichen. Der Verein Porto Alegre soll Interesse an dem Stürmer haben, der Hertha 3,5 Millionen Ablöse kostete und der jährlich mehr als eine Million Euro in der Hauptstadt verdient. Da der brasilianische Verein kaum in der Lage ist, eine Ablöse zu zahlen, ist an eine Ausleihe von Lima gedacht. (jvo/dpa)