Transfermarkt : Kommt Radu zurück in die "Heimat"?

Zwei Monate nach seinem Wechsel ist der "verlorene Sohn" des FC Energie Cottbus, Sergiu Radu, beim VfL Wolfsburg nur Ersatzspieler und dementsprechend unglücklich. Deshalb denken Ex-Verein und Spieler über ein Ausleihgeschäft nach.

Radu
Glücklichere Zeiten. Seriu Radu jubelt im Trikot des FC Energie Cottbus. -Foto: ddp

  Der FC Energie Cottbus ist an einer Rückkehr des in Wolfsburg unzufriedenen Stürmers Sergiu Radu interessiert. "Ich würde mich freuen, wenn er schon bald wieder bei uns wäre", sagte Energie-Manager Steffen Heidrich der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung". Radu, der im Vorjahr mit seinen 14 Toren Cottbus den Klassenverbleib in der Bundesliga sicherte und nach der Saison gemeinsam mit seinem Landsmann Vlad Munteanu für 4,5 Millionen Euro an die Niedersachsen verkauft wurde, ist inzwischen über seine Rolle als Ersatzmann beim VfL Wolfsburg frustriert. Sein Ex-Club sucht dringend Verstärkungen für den Sturm - somit denken beide Vereine offenbar an eine Ausleihe in der Winterpause.

"Das wäre interessant für uns. Wir würden Sergiu mit offenen Armen empfangen", sagte Heidrich. "Seine Situation überrascht mich, und sie ist frustrierend für Sergiu. Das Umfeld in Cottbus war optimal für ihn", fügte Heidrich hinzu. Auch Radu hält eine Rückkehr im Winter für möglich. Die rumänische Nationalelf, in der Radu vor kurzem sein Debüt feierte, ist so gut wie sicher für die EM qualifiziert. "Mein Ziel ist es, dort dabei zu sein. Aber das schaffe ich nur, wenn ich auch im Verein immer spiele", sagte der Angreifer. "Wenn es beim VfL so weitergeht, wird es schwer", befürchtet er.

Nach der Verpflichtung des Brasilianers Grafite sind die Chancen, in die Stammelf von Trainer Felix Magath zurückzukehren, trotz seiner drei Toren zu Saisonbeginn gering. Auch am Sonntag soll Radu in Hannover nicht spielen. "Ich akzeptiere alles, aber ich will auch spielen und nicht nur zehn Minuten." Heidrich ahnt aber, dass der Wechsel kompliziert werden könnte. "Radu ist für viel Geld weggegangen. Ich zweifle, dass Wolfsburg ihn an einen Ligakonkurrenten abgibt. Die Wahrscheinlichkeit ist gering. Aber die Hoffnung ist da, wir würden vieles möglich machen." (mit dpa)