Trotz Finanzkrise : Niki Lauda: "Formel 1 platzt nicht"

Niki Lauda befürchtet wegen der Finanzkrise keine allzu negativen Auswirkungen für die Formel 1. Den Umgang mit Geld der Rennställe kritisierte der dreimalige Weltmeister jedoch scharf.

Niki Lauda
Niki Lauda macht sich keine allzu großen Sorgen um die Formel 1. -dpa

Der dreimalige Weltmeister Niki Lauda sieht die Zukunft der Formel 1 trotz der weltweiten Finanzkrise gesichert. "Die Formel 1 platzt nicht. Denn die Formel 1 ist stabiler, als man glaubt", sagte der 59-Jährige der österreichischen "Kleinen Zeitung". Lauda zufolge wird sich die Motorsport-Königsklasse "gesundsparen".

Nach dem plötzlichen Ausstieg des japanischen Autogiganten Honda hatten sich die Rennställe zuletzt auf einen deutlichen Sparkurs verständigt. "Teams mit stabilen Sponsoren, wie McLaren oder BMW, werden nichts zu befürchten haben. Weil laufende Sponsorenverträge in der Regel nicht abgeändert werden", erklärte Lauda.

Der RTL-Experte kritisierte die immensen Ausgaben der vergangenen Jahre scharf. "Noch nie wurden in der Formel 1 so viele Privatflugzeuge, Motorboote und Glaspaläste gekauft, nur um sich selbst darzustellen. Jetzt platzt diese Blase", urteilte Lauda. Die Rennserie reguliere sich wieder zurück. "Die Hochkonjunktur von Reichtum und Wahn ist definitiv zu Ende." (mbo/dpa)