Türkei : USA akzeptieren Operationen gegen die PKK

Mit Verständnis reagierte das Weiße Haus auf die Militäraktionen der Türken gegen die verbotene Arbeiterpartei PKK. Gleichzeitig sollten die Operationen aber "begrenzt" bleiben. Priorität hätte weiterhin die Diplomatie.

Die USA haben erstmals Verständnis für mögliche türkische Militäraktionen gegen kurdische Rebellen im Nordirak gezeigt. Nach der Verschleppung von acht Soldaten durch Kämpfer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in den Irak hätten die Türken "das Recht, dorthin zu gehen und sie zu suchen", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, in Washington. Zugleich rief sie die Türkei jedoch zur Mäßigung auf. "Wir hoffen aber, dass sie sich zurückhalten und sich auf begrenzte Aktionen beschränken."

Zudem hoffe Washington auf weitere Gespräche zwischen Bagdad und Ankara. Bisher hatte Washington stets ohne Einschränkungen vor Militäraktionen der türkischen Armee im Irak gewarnt. Washington verstehe, "dass die Türken bestürzt sind", sagte Frau Perino weiter. Die USA und die EU stufen die PKK als Terrororganisation ein. Die Regierung in Ankara hatte sich vergangene Woche vom Parlament die Erlaubnis für eine Militäraktion im Irak geben lassen. Sie wirft den USA vor, nichts gegen Lager der PKK im Nordirak zu tun. Die PKK nutze diese als Ausgangspunkt für Angriffe in der Türkei. (mit dpa)