Übernahmeangebot : PPR: Letzte Chance für Puma-Aktionäre

Der französische Luxusgüterkonzern PPR hat sein Übernahmeangebot an die Aktionäre des Sportartikelherstellers Puma verlängert.

Puma
Puma-Aktionäre wollen mehr Geld. -Foto: ddp

ParisDer französische Luxusgüterkonzern PPR hat sein Übernahmeangebot an die Aktionäre des Sportartikelherstellers Puma bis zum 11. Juli verlängert. Wie die Gruppe der Milliardärsfamilie Pinault mitteilte, hält sie bisher nur 33,2 Prozent des Puma-Kapitals. Damit konnten die Franzosen seit Beginn ihres Kaufangebots Mitte Mai nur 6,1 Prozent des Kapitals einsammeln. 27,1 Prozent am drittgrößten Sportausrüster der Welt hatte PPR schon Mitte April der Tchibo-Erben-Familie Herz abgekauft. Die Verlängerung sei "die letzte Gelegenheit" für die zögernden Puma-Aktionäre, erklärte PPR. Nachgebessert werde die Offerte von 330 Euro pro Aktie nicht.

Viele Puma-Aktionäre hatten von Anfang an klar gemacht, dass sie die Bewertung der Sportartikelfirma mit insgesamt 5,3 Milliarden Euro als zu niedrig einstufen. "Es liegt im Interesse der Puma-Aktionäre, ihre Anteile in den kommenden 15 Tagen einzubringen", sagte PPR-Finanzvorstand Jean-François Palus nun in einem Telefoninterview. Nochmals verlängert werde nicht. Es sei damit die letzte Möglichkeit für die Puma-Aktionäre, "sicher 330 Euro zu erhalten, weil man die Entwicklung des Kurses von Puma an der Börse für die Zukunft nicht vorhersagen kann." Das endgültige Ergebnis für die Übernahmeofferte will PPR nun am 17. Juli bekannt geben. (mit AFP)