Umfrage : Die Mauer in den Köpfen bleibt

Auch 17 Jahre nach der Wiedervereinigung überwiegt aus Sicht der Bürger das Trennende zwischen Ost und West. Nur eine Minderheit glaubt, dass es ihnen heute besser geht.

BerlinBei den Ostdeutschen hat die Überzeugung, dass es ihnen seit der Wende 1989/1990 besser geht, laut einer Umfrage rapide abgenommen. Gerade einmal 31 Prozent der Ostdeutschen sagen nach einer Forsa-Erhebung für den Sender NTV, dass es ihnen besser gehe. Im Jahr 2004 waren es noch 57 Prozent und 65 Prozent im Jahr 1999. Bei den Westdeutschen sind es 14 Prozent, die sagen, es gehe ihnen im Vergleich zur Zeit vor der Wende heute persönlich besser - ebenfalls weniger als in früheren Jahren.

17 Jahre nach der Wiedervereinigung meinen 60 Prozent der 1002 Befragten (30./31. Juli), die Menschen in Ost- und Westdeutschland seien noch nicht zu einem Volk zusammengewachsen. 35 Prozent sind der Umfrage zufolge gegenteiliger Meinung. 30 Prozent der Bürger sind der Ansicht, dass es 20 Jahre oder länger dauern wird, bis sich die Lebensverhältnisse in Ostdeutschland denen im Westen angeglichen haben. Bei den Ostdeutschen sind es sogar 50 Prozent. (mit dpa)