Umfrage : Rechtes Wählerpotenzial bei 13 Prozent

Jeder achte Deutsche kann sich vorstellen, eine rechtsradikale Partei zu wählen. Das geht aus einer Umfrage des Forsa-Instituts hervor. Die Unterschiede zwischen West und Ost sind dabei nur marginal.

HamburgNach einer Analyse des Forsa-Institutes für den "Stern" sind zwei Prozent der Deutschen Stammwähler von NPD oder DVU. Vier Prozent können sich die Wahl einer solchen Partei vorstellen. Zusätzlich zu diesem engeren Wählerpotenzial der Rechtsradikalen kämen sieben Prozent, die sich eine derartige Wahl "vielleicht vorstellen" können, meldete das Hamburger Magazin. Das ergibt zusammen 13 Prozent.

Bundesweit können sich der Analyse zufolge 14 Prozent der Männer vorstellen, ihr Kreuz bei den Rechtsradikalen zu machen. Bei den Frauen seien es 10 Prozent. Je geringer die Schulbildung, desto anfälliger seien die Wähler für Rechtsparteien: Bei den 18- bis 29-Jährigen mit einfacher Schulbildung seien es 29 Prozent, in der gleichen Altersgruppe mit Abitur oder Studium nur sechs Prozent. Die Älteren stünden den radikalen Rechten skeptisch gegenüber: Selbst bei den über 60-Jährigen mit niedriger Bildung würden maximal acht, bei den Gebildeten bis zu vier Prozent rechtsextrem wählen.

Forsa hatte im Auftrag des "Stern" im August und September 3773 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger befragt (Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5). (mit dpa)