Umfrage : SPD stürzt weiter ab

Einer wöchentlichen Wahlumfrage zufolge muss die SDP um ihre Stellung als Volkspartei bangen. Freuen kann sich dagegen Sonnenkanzlerin Merkel.

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- Der SPD-Vorsitzende Kurt BeckFoto: ddp

Hamburg CDU weiter im Aufwind, SPD in der Krise - in der wöchentlichen Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL gewinnt die Union im Vergleich zur Vorwoche 2 Punkte hinzu und kommt auf 39 Prozent. Diesen Wert erreichte die Union zuletzt im Mai 2006. Möglich wäre damit auch wieder eine Bundestagsmehrheit für eine Koalition aus Union und FDP. Die Freien Demokraten liegen wie in der Vorwoche unverändert bei 10 Prozent.

Die SPD verliert bei der Wählerzustimmung im Wochenvergleich einen weiteren Zähler und kommt nur noch auf 24 Prozent. Dies ist der niedrigste Wert seit der Bundestagswahl. Dagegen kommt Die Linke mit 13 Prozent (plus 1 Punkt) auf ihren höchsten Stand seit der Wahl 2005. Sie wäre damit die drittstärkste politische Kraft im Bund. Wie die Freidemokraten verharren auch die Grünen im Vergleich zur Vorwoche auf 10 Prozent. Für "sonstige Parteien" würden sich 4 Prozent der Bürger entscheiden (minus 2 Zähler).

Zugpferd der Union ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Rund 80 Prozent der Unionsanhänger stehen hinter ihr. Und auch 42 Prozent der SPD-Wähler sprechen sich im direkten Vergleich mit SPD-Chef Kurt Beck für die CDU-Kanzlerin aus. Nur 30 Prozent der SPD-Anhänger hätten lieber Beck als Regierungschef. Von allen Befragten wünschen sich derzeit nur 17 Prozent Kurt Beck als Bundeskanzler. Für Merkel sprechen sich 55 Prozent aus - laut Forsa ein Jahresrekordwert.  (mit dpa)