Umfragen : Union rutscht in der Wählergunst leicht ab

Die CDU/CSU bleibt weiter stärkste Partei. Nicht mal ein Drittel der Befragten traut ihr zu, Deutschlands Probleme zu lösen.

HamburgDie Union hat in der Wählergunst etwas an Zustimmung verloren. Nachdem CDU/CSU zwei Mal in Folge ihr Jahreshoch von 40 Prozent erreicht hatten, fielen sie in der wöchentlichen Forsa-Umfrage für das Magazin "Stern" und den Sender RTL auf 39 Prozent. Die SPD gewann einen Punkt hinzu und kam nach der Umfrage auf 26 Prozent. Ebenfalls zulegen konnten FDP und Grüne: Die Liberalen verbesserten sich um einen Punkt auf neun Prozent, die Grünen um einen Punkt auf zehn Prozent. Die Linkspartei gab einen Punkt ab und fiel auf elf Prozent. Eine schwarz-gelbe Koalition käme damit auf 48 Prozent gegenüber 47 Prozent für SPD, Grüne und Linkspartei.

Auch das Vertrauen in die Union ist demnach geringer geworden: Bei der Frage, welche Partei die Probleme in Deutschland am besten lösen könnte, nannten nur noch 29 Prozent CDU/CSU. Eine Woche zuvor waren es 33 Prozent gewesen. Der SPD trauen dies allerdings nur zehn Prozent zu.

Nach den Turbulenzen in der internationalen Finanzwelt schauen die Deutschen wieder pessimistischer in die Zukunft. Nur noch 30 Prozent aller Bürger rechnen der Umfrage zufolge mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage - so wenige wie noch nie in diesem Jahr. Im April waren noch 40 Prozent optimistisch gewesen. Forsa befragte in der vergangenen Woche 2502 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger. (mit AFP)