UN-Vollversammlung : Frankreichs Außenminister entschuldigt sich für "Kriegs"-Äußerungen

Nach seinen umstrittenen Äußerungen über einen möglichen Krieg gegen den Iran hat Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner sich noch einmal dazu erklärt. Er habe nur darauf hingewiesen, dass ein Krieg nicht das Beste, sondern das Schlimmste wäre.

New YorkWie die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA heute meldete, habe der französische Chefdiplomat sich dafür "entschuldigt", dass die Medien seine Äußerungen verzerrt wiedergegeben hätten. Das französische Außenamt bestätigte den Bericht nicht.
  
Kouchner habe bei dem Treffen mit Mottaki betont, dass Frankreich die jüngsten Abmachungen zwischen dem Iran und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) unterstütze, meldete IRNA. Frankreich habe niemals Krieg gesucht, und seiner Meinung nach lasse sich der Streit um das iranische Atomprogramm nur auf dem Verhandlungsweg lösen, wurde Kouchner zitiert. Nach Angaben von UN-Diplomaten fand das Treffen vermutlich am Dienstagnachmittag statt.
  
Der französische Außenminister hatte vor knapp zwei Wochen für Aufregung gesorgt, als er sagte, die Welt müsse sich schlimmstenfalls auf einen Krieg gegen den Iran einstellen. Im Nachhinein betonte er, die Äußerung sei aus dem Zusammenhang gerissen worden; er habe immer darauf hingewiesen, dass ein Krieg nicht das Beste, sondern das Schlimmste wäre. (mit AFP)