"Steuerzahler-Gedenktag" : Staat holt sich von den Bürgern immer mehr Geld

Den Deutschen bleiben in diesem Jahr von jedem Euro nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben noch 47 Cent. Der Steuerzahlerbund fordert eine spürbare Senkung der Einkommensteuerbelastung.

BerlinDen Deutschen bleiben in diesem Jahr nach Berechnungen des Steuerzahlerbundes von jedem Euro nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben noch 47 Cent. 53 Prozent der Einkommen von Bürgern und Betrieben würden zunächst einbehalten, erklärte die Vereinigung am "Steuerzahler-Gedenktag". Damit blieben von jedem Euro zwei Cent weniger übrig als vergangenes Jahr. Die Bürger müssten dementsprechend rechnerisch noch bis Freitag "für den Staat" arbeiten, acht Tage länger als 2006. Es sei höchste Zeit für eine spürbare Senkung der Einkommensteuerbelastung, forderte Steuerzahler-Präsident Karl Heinz Däke.

Däke führte die höhere Belastung der Einkommen auf die Erhöhung von Mehrwert- und Versicherungssteuer, die Kürzung der Pendlerpauschale und des Sparerfreibetrags sowie andere staatliche Maßnahmen zurück. Mit der "größten Steuererhöhung aller Zeiten" habe die große Koalition die Steuerbelastung weiter nach oben getrieben. Der Statistik des Steuerzahlerbundes zufolge standen die Steuerzahler allerdings schon schlechter da: 2000 landeten von jedem Euro nur knapp 44 Cent in ihrem Portemonnaie. (mit AFP)