Unfallrisiko : Bombardier empfiehlt globales Startverbot für eigene Flugzeuge

Aus Sorge um die Sicherheit ihrer Maschinen hat der Flugzeugbauer Bombardier dazu geraten, alle Propellerflugzeuge eines bestimmten Typs auf dem Boden zu lassen. In letzter Zeit häuften sich Unfälle bei diesen Maschinen, deren Ursache noch nicht feststeht.

Stockholm/Vilnius/KopenhagenDer kanadische Flugzeughersteller Bombardier hat ein weltweites Startverbot für alle von ihm gebauten Propellerflugzeuge vom Typ Dash 8-Q-400 empfohlen. Das teilte die Fluggesellschaft SAS am Morgen in Kopenhagen mit.

Wenige Stunden zuvor war eine SAS-Maschine dieses Typs in der litauischen Hauptstadt Vilnius mit defektem Fahrwerk notgelandet. Alle 48 Passagiere und die vier Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Das Flugzeug sei bei der Notlandung "kräftig demoliert worden", teilte ein SAS-Sprecher im Rundfunk mit.

Unfälle häufen sich

SAS zog nach dem zweiten Unfall dieser Art innerhalb von vier Tagen alle eigenen 33 Dash 8-Q-400 aus dem Verkehr, bis die Ursachen für die Unglücke eindeutig geklärt sind. Allein in Kopenhagen mussten deshalb heute mehr als hundert Flüge abgesagt werden.

Am Sonntag war bei einer dramatischen Notlandung im dänischen Aalborg ein Fahrwerk gebrochen. Anfang der Woche mussten zwei Maschinen auf dem Weg nach Berlin sowie nach Prag wegen technischer Defekte in der Luft umkehren. (mit dpa)