Der Tagesspiegel : Unipakt: Mehr Anfänger im Osten

In den ersten beiden Jahren des Hochschulpaktes wurden in Deutschland 38 250 zusätzliche Studienanfänger an den Hochschulen aufgenommen – knapp 1000 mehr als für den Zeitraum vereinbart. Die Vorgabe aus dem Pakt zum Aufbau von neuen Studienplätzen konnte damit „übererfüllt werden“, heißt es in einer Bilanz des Centrums für Hochschulentwicklung, die am Montag vorgestellt wurde. Der Erfolg der Jahre 2007 und 2008 sei aber keinesfalls allen Bundesländern zu verdanken. Vielmehr hätten vor allem Ostdeutschland und die Stadtstaaten mehr Anfänger aufgenommen – obwohl sie nur das Level von 2005 halten sollten. Gleichwohl nahmen die ostdeutschen Länder 10 000 zusätzliche Anfänger auf. Die Stadtstaaten schufen 10 700 neue Plätze. Die westdeutschen Länder hinken dagegen hinterher. Sie erfüllten nur 47 Prozent ihres Planungssolls und nahmen 17 500 zusätzliche Anfänger auf. Besonders schwach stehen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen da, wo es überhaupt kein Wachstum gab. Der erste Hochschulpakt läuft von 2007 bis 2010, insgesamt sollen 91 000 neue Studienplätze aufgebaut werden. tiw

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