Der Tagesspiegel : Unkorrekte Abrechnungen in Millionenhöhe

-

Potsdam - 425 Fälle von unkorrekten Abrechnungen sind von der AOK Brandenburg in den Jahren 2004 und 2005 aufgedeckt worden. Durch die falschen Abrechnungen sei ein Schaden von insgesamt 2,1 Millionen Euro entstanden, sagte AOK-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Niebuhr am Montag in Potsdam. 1,5 Millionen Euro davon konnten bereits durch Fallaufklärung, Durchsetzung von Forderungen und teilweise durch Anzeige bei der Staatsanwaltschaft für die Kasse gesichert werden. Bei allen Fällen werde die AOK weitere Prüfungen vornehmen, ob es sich um Nachlässigkeit, Fehlinterpretationen oder tatsächlich Betrug gehandelt habe.

Bei 4,2 Prozent der beanstandeten Abrechnungen seien Ärzte betroffen gewesen, bei 13 Prozent Apotheker, sagte Niebuhr. In 291 Fällen (68 Prozent) sei die Hauskranken- und Altenpflege nicht korrekt abgerechnet worden. Insgesamt seien fünf Fälle so gravierend gewesen, dass sie dem Staatsanwalt übergeben werden mussten.

Zwischen 1999 und Ende 2003 sei die Prüfgruppe bei der AOK insgesamt 732 Fällen nachgegangen, die ein Finanzvolumen von 2,1 Millionen Euro umfassten. Nach Niebuhrs Worten konnten davon 1,16 Millionen Euro zurückgeführt werden. ddp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben