Der Tagesspiegel : UNTERM ADLER

Thorsten Metzner über Sport und andere Brücken

Thorsten Metzner

Im Brandenburger Landtag kommen sich SPD und Linke näher – beim Sport. Vor einigen Wochen kam es bereits zu einem rot-roten Fußballmatch, bei dem sich alle prächtig verstanden. Nun ja, besonders zum Leidwesen von Staatskanzleichef Clemens Appel, der als Stürmer nicht zum Zuge kam, gewannen die Linken mit vier zu null. Jetzt soll es eine Revanche geben, bei einem Handballmatch am 20. November. Und die SPD setzt diesmal auf Sieg, sie schickt extra den Handball erfahrenen Sportminister Holger Rupprecht aufs Feld. Allerdings gibt es noch ein Problem: In Potsdam fand sich bisher keine Sporthalle für das rot-rote Match.

Sonst verleiht er Orden, nun erhält er selbst einen: Matthias Platzeck, Brandenburgs SPD-Regierungschef, wird am Donnerstag das „Comtourkreuz mit dem Stern des Verdienstordens der Republik Ungarn“ verliehen, eine der höchsten Auszeichnungen des Landes. Die Ungarn honorieren, wie stark sich Platzeck für engere Beziehungen zu ihrem Land, aber auch zu anderen osteuropäischen Staaten engagiert. Zu Ungarn hat Platzeck auch privat eine besondere Beziehung. Er war im September 1989 dort auf Urlaub, als der „Eiserne Vorhang“ bereits geöffnet war. Obwohl er hätte fliehen können, war er doch zurückgekehrt, in einer fast leeren Interflug-Maschine. Da passt es, dass er den ungarischen Orden am Vorabend des 9. November, dem 18. Jahrestag des Falls der Mauer, erhält.

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