US-Autobauer : Cerberus streicht weitere 10.000 Stellen bei Chrysler

Im Februar waren es bereits 13.000 gestrichene Stellen. Jetzt will der neue Inhaber von Chrysler, die Private-Equity-Gesellschaft Cerberus, weitere 10.000 Stellen abbauen. Auch die Modellpalette soll aufgefrischt werden.

Chrysler
Stellenkahlschlag bei Chrysler. -Foto: AFP

Wenige Wochen nach der Übernahme von Chrysler hat der neue Eigner massive Stellenstreichungen angekündigt. Zusätzlich zu dem im Februar angekündigten Abbau von 13.000 Stellen würden wegen der schwierigen Lage auf dem US-Markt bis zu 10.000 weitere Jobs wegfallen, teilte der neue Konzernchef Bob Nardelli mit. Außerdem plant die neue Konzernführung eine Änderung in der Produktpalette: Vier alte Modelle sollen im kommenden Jahr wegfallen und vier neuen Modellen Platz machen, unter ihnen zwei mit Hybridmotoren.

Um weitere Kosten zu sparen, will Chrysler den Angaben zufolge weniger auf Zulieferunternehmen zurückgreifen. Die Nutzung außerbetrieblicher Vertragspartner solle um 37 Prozent eingeschränkt werden, hieß es in einer Erklärung. Die Abgestellten von Chrysler würden zudem angehalten, ihre Überstunden abzubauen. Die neue Sparrunde sei nötig, weil sich die Situation auf dem Markt seit Bekanntgaben des letzten Sanierungsplans im Februar «dramatisch geändert» habe, erklärte Nardelli. Chrysler müsse sich darauf einstellen, dass der US-Automarkt kleiner werde.

Dem Verkauf von Chrysler durch Daimler-Chrysler an den US-Investmentfonds Cerberus im August waren hohe Verluste der US-Sparte vorausgegangen. Der auf spritschluckende Geländewagen und Kleinlaster spezialisierte Autobauer hatte nicht rechtzeitig auf neue Wünsche von Kunden reagiert, die wegen hoher Benzinpreise zunehmend sparsamere Modelle wollten. (mit dpa)